Der Milliardär und Investor Ray Dalio hält nur rund 1 % seines Portfolios in Bitcoin (BTC). Er stuft Gold als den sichereren Wertaufbewahrer ein und warnt vor technologischen Risiken und staatlichem Zugriff auf die Kryptowährung.
Wichtigste Punkte:
- Ray Dalio sieht Bitcoin als eine Form knappen Geldes, begrenzt sein Engagement aber auf 1 %, weil er Gold klar bevorzugt.
- Er warnt, Quantencomputer könnten Bitcoins kryptografische Sicherheit untergraben; zudem könnten Staaten die Anlage überwachen, besteuern oder beschränken.
- Während Dalio vorsichtig bleibt, weiten Wall-Street-Häuser ihr Bitcoin-Angebot aus – die Kluft zwischen seiner Skepsis und der institutionellen Nachfrage wächst.
Dalios Bitcoin-Quote
Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, offenlegte diese Allokation in einem Interview in der Sendung The Diary of a CEO, wie CoinCodex News am 31. Juli berichtete. Grundsätzlich betrachtet er Bitcoin weiterhin als Geld.
Anders als staatliche Währungen könne Bitcoin nicht beliebig vermehrt werden, so Dalio. Zugleich argumentiert er, dass technische Verwundbarkeiten diesen Knappheitsvorteil im Zeitverlauf aushöhlen könnten. „Bitcoin ist eine Art Geld, das man nicht drucken kann, aber es gibt Technologien, die ihm schaden können“, sagte Dalio mit Blick auf Quantencomputing. „Es kann von Regierungen überwacht werden … und es könnte besteuert werden“, fügte er hinzu.
„Wenn Regierungen sagen, dass sie es nicht wollen, haben sie die Macht … damit zu tun, was immer sie wollen“, so Dalio weiter. Er geht davon aus, dass Notenbanken deshalb keine nennenswerten Bestände aufbauen werden, weil sie präferieren, dass Transaktionen im bestehenden, kontrollierten Finanzsystem bleiben.
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Die Kluft zwischen Bitcoin und Gold
„Ich ziehe das vor“, sagte Dalio mit Blick auf Goldbarren, „gegenüber Bitcoin“ – und bekräftigte damit seine Einschätzung, dass das Edelmetall langfristig mit weniger Risiken behaftet sei. Seine Haltung ist vorsichtig, aber kein kategorisches Nein.
Die wachsende Palette an Krypto-Produkten an der Wall Street zeigt allerdings, dass andere Großanleger Bitcoin inzwischen eine deutlich prominentere Rolle beimessen. Franklin Templeton hat im Juni zwei ETF-Vorhaben eingereicht, bei denen Aktiendividenden automatisch in Bitcoin umgeleitet werden sollen – ein weiterer Schritt, um institutionellen Investoren über klassische Spot-Produkte hinaus Zugang zu verschaffen. Die Fonds sind noch nicht genehmigt.
BlackRock-Chef Larry Fink bezeichnete Bitcoin mehrfach als „internationale Anlage“ und zog Parallelen zu einer „Digitalisierung von Gold“ – eine Sichtweise, die im klaren Kontrast zu Dalios Vorliebe für das physische Metall steht. Im Kern geht es um die Frage des Vertrauens.
Dalio hatte früher erklärt, er werde nicht in Krypto investieren, legte später jedoch eine kleine Bitcoin-Position offen und nannte die Kryptowährung „eine verdammt beeindruckende Erfindung“. Gleichwohl hält er seine Quote bei etwa 1 %.






