Bitcoin-Volatilität auf Zweijahrestief, 144,6 Mio. Dollar ETF-Abflüsse erhöhen Druck

Two-year volatility lows leave Bitcoin facing a potentially sharp move after ETF flows reverse (Image: Shutterstock)
Two-year volatility lows leave Bitcoin facing a potentially sharp move after ETF flows reverse (Image: Shutterstock)

Bitcoin (BTC) zeigt die geringste Schwankungsbreite seit zwei Jahren, während ETF-Abflüsse von 144,6 Millionen US-Dollar und schwache Trendsignale die Wahrscheinlichkeit eines kräftigen Kursausschlags erhöhen.

Wichtigste Punkte:

  • Bollinger-Band-Breite auf 3,8 % geschrumpft – einem der niedrigsten Werte der vergangenen zwei Jahre.
  • ADX bei 11, +DI und -DI liegen eng beieinander – es gibt keinen klaren Trend.
  • aNUPL der Langfristhalter ins Minus gerutscht, bleibt aber oberhalb der Tiefstände früherer Zyklus-Böden.

Bitcoin-Volatilität

Die Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs sind am Montag, 10. August, ins Minus gedreht: Nach fünf Handelstagen mit kumulierten Zuflüssen von 865,3 Millionen US-Dollar flossen nun 144,6 Millionen US-Dollar wieder ab, wie Daten zeigen, auf die sich dieser Bericht stützt.

Parallel dazu gab Bitcoin gegenüber dem lokalen Hoch vom Sonntag bei 65.474 US-Dollar etwas mehr als 3 % nach. Die Zone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar blieb damit ein zentrales Angebotsareal, das der Markt erneut nicht überwinden konnte.

Mit dem erneuten Scheitern blieb diese Angebotszone technisch intakt. Daten zu Liquidationsniveaus unterhalb des aktuellen Kurses verweisen zudem auf den Bereich um 57.000 US-Dollar als mögliches Abwärtsziel, falls sich der Verkaufsdruck erneut verstärkt.

Auch die Schwankungsintensität hat sich weiter zusammengezogen. Analyst Axel Adler Jr. verweist darauf, dass die Breite der Bollinger-Bänder auf 3,8 % gefallen ist – einer der niedrigsten Werte der vergangenen zwei Jahre. Der ADX, ein gängiger Indikator für Trendstärke, notierte gleichzeitig bei 11.

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Stress bei Bitcoin-Investoren

Ein ADX-Wert unter 25 signalisiert gemeinhin, dass sich kein ausgeprägter Trend etabliert hat. Dass die Linien +DI und -DI dicht beieinander verlaufen, unterstreicht das Fehlen klarer bullischer oder bärischer Impulse. Die Richtung bleibt damit offen.

CryptoQuant-Analyst Moreno verweist zugleich auf das „Adjusted Net Unrealized Profit/Loss“ (aNUPL) der Langfristinvestoren in Bitcoin. Dieser Wert ist unter den Marktdurchschnitt gefallen und hat in den negativen Bereich gedreht. Der Druck auf Halter nimmt zwar zu, die Kennzahl liegt jedoch weiterhin deutlich über den Tiefpunkten früherer Zyklus-Böden.

Damit prallen zwei Lesarten aufeinander: Einerseits könnte ein weiterer Ausverkauf nötig sein, um einen tragfähigen Boden auszubilden. Andererseits spricht die Möglichkeit, dass Nachfrage von institutionellen Investoren und Firmenkassen das Angebot früher aufnimmt als in vergangenen Zyklen, für eine frühzeitige Stabilisierung.

Ein Bruch der Marke von 60.000 US-Dollar in Verbindung mit einem weiteren Rückgang des NUPL der Langfristhalter würde das bärische Szenario stützen. Eine Erholung der Kennzahl in Richtung null würde dagegen signalisieren, dass der Halterstress nachlässt. Vor der ETF-Trendumkehr am Montag hatten fünf Tage in Folge Zuflüsse von insgesamt 865,3 Millionen US-Dollar verzeichnet – dennoch gelang es Bitcoin nicht, die Angebotszone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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