OpenAI erprobt still und leise einen Button, mit dem einige ChatGPT-Plus-Abonnenten für 8 US‑Dollar ihre bereits ausgeschöpften Wochenkontingente sofort wieder auffüllen können.
Wichtigste Punkte:
- Ein schwarzer Hinweis mit einem 8‑Dollar‑Reset ist bei einigen ChatGPT-Plus-Nutzern im 20‑Dollar‑Monatsabo aufgetaucht, sobald ihr Wochenlimit erreicht war.
- OpenAI hat die Option nicht offiziell angekündigt; ein Sprecher erklärt, man teste Bezahlmodelle für Nutzer mit ausgereizten Caps.
- Ein eingelöster Reset stellt den Verbrauch wieder auf 100 % und verschiebt die nächste wöchentliche Erneuerung auf rund sieben Tage nach dem Kauf.
OpenAI testet kostenpflichtige ChatGPT-Resets
Ein Reddit-Nutzer mit dem 20‑Dollar‑Monatsabo schilderte die Option am Montag im ChatGPT-Forum: Sobald das Wochenkontingent ausgeschöpft war, erschien beim Login ein schwarzes Pop-up. Niemand ist gezwungen, das Angebot anzunehmen. OpenAI definiert einen vollständigen Reset als erneute Gutschrift des jeweiligen Wochenlimits und die Aufhebung der sonst üblichen Wartezeit von rund fünf Stunden.
Wer den Reset einlöst, springt direkt zurück auf 100 % Nutzung und verschiebt den nächsten automatischen Wochen-Refresh auf etwa sieben Tage nach dem Kauf. OpenAI hat die Funktion bislang nicht öffentlich angekündigt.
Ein Unternehmenssprecher erklärte, man prüfe Wege, wie Nutzer mit ausgeschöpften Limits zusätzliche Nutzungskapazität zukaufen können – Teil einer breiteren Strategie, die eigenen Produkte zugleich zugänglicher und leistungsfähiger zu machen.
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Warum ein 8‑Dollar‑Codex-Reset wichtig ist
Die Pro-Stufen von ChatGPT kosten 100 bzw. 200 US‑Dollar im Monat – faktisch also etwa 25 bis 50 Dollar für eine einzelne Woche Zugang.
Dagegen wirkt eine 8‑Dollar‑Gebühr wie eine günstige Notlösung für Abonnenten, die kurz vor einer Deadline feststecken und „noch schnell fertig werden“ müssen. Codex, ChatGPT Work und die zugehörigen Agent-Tools zapfen alle denselben gemeinsamen Nutzungspool an. Ein einziger Reset schaltet damit gleich mehrere Produkte gleichzeitig wieder frei.
Guthaben zu kaufen war in den Codex-Einstellungen bereits möglich. Zeit zurückzukaufen hingegen nicht – genau dieser Unterschied hebt den aktuellen Test von den Top-up-Optionen ab, die OpenAI seit der Umstellung von per-Nachricht-Abrechnung auf tokenbasierte Credits im April anbietet.
Sam Altman warnt vor steigenden KI-Kosten
Sam Altman bezeichnet die steigenden Kosten für KI seit Längerem als großes Problem für Unternehmen, die diese Technologie einkaufen.
Der Test fällt in eine Phase verschärften Preisdrucks durch Anthropic, den Beobachter als aufkommenden Preiskrieg um Token-Tarife und Abo-Mehrwert einordnen. Ein Leak vom 7. August taxierte Plus-Resets zwischen 5 und 8 Dollar – ohne unabhängige Bestätigung. Der Button liegt nun am oberen Ende dieser Spanne.
OpenAI arbeitet seit Monaten daran, wie sich Codex-Kontingente wieder auffüllen. Am 11. Juni wurden „banked resets“ eingeführt: Abonnenten können einen Reset „auf Vorrat“ speichern und später einsetzen. Anschließend lief eine zweiwöchige Empfehlungsaktion, die das Limit auf bis zu vier gespeicherte Resets anhob.
Anfang dieses Monats hob das Unternehmen die Limits für alle zahlenden Codex- und ChatGPT-Work-Konten komplett auf – die jüngste in einer Reihe großzügiger Nachfüllaktionen, für die der 8‑Dollar‑Button nun faktisch einen Preis setzen würde.
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