Bitcoin (BTC) zeigt die geringste Volatilität seit zwei Jahren, während ETF-Abflüsse von 144,6 Millionen US-Dollar und schwache Trendsignale die Wahrscheinlichkeit einer kräftigen Kursbewegung erhöhen.
Wichtigste Punkte:
- Bollinger-Band-Breite ist auf 3,8 % geschrumpft – einem der niedrigsten Werte der vergangenen zwei Jahre.
- Der ADX liegt bei 11, +DI und -DI verlaufen eng beieinander – es zeichnet sich kein klarer Trend ab.
- Der aNUPL-Wert langfristiger Halter ist ins Minus gedreht, liegt aber noch über den Tiefstständen früherer Zyklus-Böden.
Bitcoin-Volatilität
Die Zuflüsse in US-Spot-Bitcoin-ETFs sind am Montag, 10. August, ins Minus gedreht: Nach fünf Handelstagen mit Nettozuflüssen von insgesamt 865,3 Millionen US-Dollar flossen per saldo 144,6 Millionen US-Dollar ab.
Parallel dazu notierte Bitcoin gut 3 % unter dem lokalen Hoch vom Sonntag bei 65.474 US-Dollar. Die Zone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar fungierte weiterhin als markanter Angebotsbereich, den der Markt bislang nicht überwinden konnte.
Das Scheitern an dieser Zone hält das Überangebot intakt. Liquidationsdaten unterhalb des aktuellen Kurses deuten zudem darauf hin, dass bei verstärktem Verkaufsdruck ein Rücklauf bis in den Bereich um 57.000 US-Dollar möglich wäre.
Auch die Schwankungsbreite ist stark zusammengeschrumpft. Analyst Axel Adler Jr. verweist darauf, dass die Bollinger-Band-Breite auf 3,8 % gefallen ist – einen der niedrigsten Werte der vergangenen zwei Jahre. Gleichzeitig notiert der ADX-Trendstärkeindikator bei lediglich 11.
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Stress bei Bitcoin-Haltern
Ein ADX-Wert unter 25 signalisiert üblicherweise, dass kein ausgeprägter Trend vorliegt. Die eng beieinanderliegenden +DI- und -DI-Linien liefern derzeit weder ein klares bullishes noch ein bearishes Signal – die Marktrichtung bleibt offen.
CryptoQuant-Analyst Moreno hebt zudem den bereinigten Net Unrealized Profit/Loss (aNUPL) für langfristige Bitcoin-Halter hervor. Dieser ist unter den Marktdurchschnitt gefallen und ins negative Terrain gerutscht. Der Stress unter langfristigen Investoren nimmt zu, wenngleich der Indikator noch über den Niveaus früherer Zyklustiefs liegt.
Daraus ergeben sich zwei konkurrierende Lesarten: Entweder braucht es einen weiteren Ausverkauf, bevor sich ein belastbarer Boden ausbildet. Oder aber die Nachfrage institutioneller Investoren und von Unternehmen absorbiert das Angebot früher als in früheren Zyklen.
Ein Rückfall unter 60.000 US-Dollar bei gleichzeitig weiter sinkendem NUPL-Wert der Langfristhalter würde das bearishe Szenario untermauern. Eine Erholung des Indikators in Richtung Nulllinie spräche dagegen dafür, dass der Halterstress nachlässt. Trotz der fünftägigen ETF-Zuflussserie von 865,3 Millionen US-Dollar vor der Kehrtwende am Montag gelang es Bitcoin nicht, die Angebotszone zwischen 65.000 und 67.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden.
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