Bitget teilte am Freitag mit, dass Angreifer beim Hack der Börse am Donnerstag rund 387,5 Mio. US‑Dollar abgezogen haben – deutlich mehr als zunächst angegeben – und kündigte ein Kopfgeldprogramm an, um gestohlene Gelder einfrieren und zurückholen zu lassen.
Ausmaß des Bitget-Hacks
In einem Update vom Freitag erklärte Bitget, unter den entwendeten Vermögenswerten befänden sich XRP (XRP), Ether (ETH), Tether (USDT), Zcash (ZEC), USD Coin (USDC), USDT0 (USDT0), Tether Gold (XAUt), BNB (BNB), Avalanche (AVAX) und TRON (TRX). Das Gesamtausmaß wurde von zunächst 351,6 Mio. US‑Dollar nach oben korrigiert, nachdem weitere Transfers über Zcash und TRON einbezogen wurden, die in der ersten Schätzung nicht erfasst waren. Die Börse betonte, der Vorfall sei inzwischen eingedämmt.
Bitget erklärte, man habe nachvollziehen können, wie der Angreifer die Sicherheitsmechanismen in dem am 24. September entdeckten Vorfall umging, und die zugrunde liegende Schwachstelle geschlossen. Auszahlungen bleiben vorerst ausgesetzt; ein weiteres Update wird bis zum 26. September um 4:00 Uhr UTC in Aussicht gestellt.
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Prämie für Wiederbeschaffung
Mandiant und SlowMist unterstützen die laufenden Ermittlungen. Partnerbörsen und Dienstleister haben bereits Teile der gestohlenen Bestände eingefroren. Bitget will nun 5 % sämtlicher eingefrorener oder zurückerlangter Vermögenswerte an diejenigen auszahlen, die freiwillig zu diesen Maßnahmen beigetragen haben.
Als zentralen Kanal nannte Bitget die LazarusBounty-Initiative von Bybit; Maßnahmen, die auf gerichtlichen Anordnungen oder Ersuchen von Strafverfolgungsbehörden beruhen, sind von der Belohnung ausgenommen.
Die Schätzungen zum Schadenvolumen hatten sich rasch nach oben bewegt: On-Chain-Beobachter meldeten zunächst mehr als 177 Mio. US‑Dollar, die aus Bitget-Wallets abflossen, bevor die Börse einen Verlust von 351,6 Mio. US‑Dollar bestätigte und Auszahlungen stoppte. Die nun genannte Summe liegt mehr als doppelt so hoch wie die frühe On-Chain-Schätzung.
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