BitGo hat seine Crypto-as-a-Service-Plattform in allen 30 Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums gestartet. Banken und Fintechs können damit regulierte Krypto-Verwahrung, Handel sowie Fiat-On-/Off-Ramps über modulare APIs einbetten.
Der Rollout erfolgt unter der MiCA-Genehmigung der BitGo Europe GmbH durch die BaFin in Deutschland und ermöglicht EWR-weites Passporting ohne separate nationale Lizenzen.
Die Expansion erweitert ein Modell, das das Unternehmen bereits in den USA über BitGo Bank & Trust anbietet, nun jedoch an die MiCA-Compliance-Anforderungen angepasst.
BitGo custodies verwahrt rund 104 Milliarden US-Dollar in digitalen Vermögenswerten für über 1.500 institutionelle Kunden weltweit.
Was ist passiert
Die BaFin hat BitGo Europe GmbH im Mai 2025 zunächst eine MiCA-Lizenz für Verwahrung, Administration und Transferdienstleistungen granted. Eine Erweiterung im September 2025 fügte regulierte Handelsdienstleistungen hinzu. Die Ankündigung am Dienstag macht das kombinierte Angebot nun im ganzen Block kommerziell verfügbar.
Die Plattform umfasst Multi-Asset-Wallets, programmatische KYC-Onboarding- Prozesse, Spot-Handel, SEPA-Fiat-Infrastruktur und konfigurierbare Richtlinienkontrollen. Verwahrte Wallets sind bis zu 250 Millionen US-Dollar versichert, vorbehaltlich der Bedingungen.
BTGO-Aktien wurden am Dienstag bei rund 10,20 US-Dollar gehandelt, etwa 43 % unter dem IPO-Preis des Unternehmens von 18 US-Dollar pro Aktie im Januar.
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Warum das wichtig ist
BitGos EWR-Rollout fügt sich in ein breiteres Muster ein, in dem europäische Banken Infrastruktur für digitale Vermögenswerte eher auslagern, als sie intern aufzubauen.
Die Deutsche Bank hat sich im vergangenen Jahr über Partnerschaften mit der Technologieeinheit von Bitpanda und dem Schweizer Anbieter Taurus der Krypto-Verwahrung angenähert. Spaniens BBVA erklärte im September, sie werde sich für die Verwahrung von Bitcoin und Ether auf die institutionelle Custody-Plattform von Ripple rely stützen und verwies dabei auf MiCA-Konformität.
Standard Chartered kündigte im Januar Pläne an, nach Erhalt einer Luxemburger Lizenz einen Verwahrdienst für digitale Vermögenswerte in Europa zu starten.
Der Auslagerungstrend spiegelt die operativen und kapitalbezogenen Anforderungen wider, die MiCA Institutionen auferlegt, die Krypto-Dienste anbieten wollen. Für Infrastruktur-Anbieter wie BitGo entsteht dadurch ein wachsender Markt von Instituten, die bereit sind, für lizenzierte Backend- Services zu zahlen, anstatt selbst den regulatorischen Aufbau zu bewältigen.
Ob sich das angesichts der Kursentwicklung seit dem Börsengang in Umsatzwachstum für BTGO-Aktionäre übersetzt, bleibt abzuwarten.
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