BitMEX will eine Prämie, keinen Freeze, um Bitcoins Quantenrisiko zu managen

BitMEX will eine Prämie, keinen Freeze, um Bitcoins Quantenrisiko zu managen

Bitcoin (BTC) könnte einem pauschalen Freeze von quantum-vulnerable coins mit einem neuen Vorschlag von BitMEX Research entgehen, der abwartet, bis es einen Beweis gibt, bevor irgendetwas eingefroren wird.

BitMEX-Canary-Plan

BitMEX Research hat ein „Canary“-System als Alternative zu pauschalen, quantensicheren Recovery-Konzepten skizziert, die derzeit unter Bitcoin-Entwicklern diskutiert werden.

Der Vorschlag würde einen automatischen, zeitbasierten Freeze von Coins an quantenanfälligen Adressen vermeiden. Stattdessen würde das Netzwerk in einen Canary-Watch-Zustand übergehen.

Ein Freeze würde erst dann ausgelöst, wenn On-Chain‑Belege zeigen, dass tatsächlich ein Quantencomputer existiert.

Dieser Beleg würde von einer speziellen Bitcoin-Adresse stammen, die über ein Nothing-Up-My-Sleeve-Number-System erzeugt wird, sodass niemand den Private Key besitzt. Jede Ausgabe von dieser Adresse würde als Beweis für einen funktionierenden Quantenangreifer gewertet.

Der Plan führt außerdem einen Canary-Fonds ein. Nutzer würden freiwillig Bitcoin als Prämie auf diese Adresse einzahlen, wobei Multisignature-Setups ihnen erlauben, die Mittel später wieder abzuziehen, falls sie ihre Meinung ändern.

BitMEX Research erklärte, die Prämie könnte zu klein sein, um den ersten quantenfähigen Akteur anzulocken, der sich stattdessen andere Bestände vornehmen könnte. Ein reguliertes Unternehmen hingegen, so hieß es, könnte es vorziehen, die Prämie offen zu beanspruchen.

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Konkurrenzvorschläge für Quanten-Schutz

Die Canary-Idee trifft auf eine bereits hitzige Debatte. BIP-361, kürzlich in das Bitcoin-Repository übernommen, würde zunächst für drei Jahre Sendungen an quantenanfällige Adressen einschränken und diese Coins zwei Jahre später einfrieren.

Kritiker argumentieren, dass das Protokoll keine Nutzerbestände einziehen dürfe, und bezeichnen solche Freezes als Verstoß gegen das Zensurresistenz‑Prinzip von Bitcoin.

Andere bezweifeln, dass kryptografiebrechende Quantenmaschinen bereits nahe genug sind, um diesen Schritt zu rechtfertigen.

Anchorage Digital hat einen anderen Weg ins Spiel gebracht und einen Zero-Knowledge-Turnstile vorgeschlagen, über den rund 13,5 Millionen Bitcoin auf Post-Quanten-Sicherheit migriert werden könnten, ohne die Halter auszusperren. Bei FalconX hat Joshua Lim argumentiert, dass Bitcoin-Derivate die frühesten Warnsignale eines Quantenangriffs liefern würden, wobei etwa 1,7 Millionen BTC exponiert seien.

Das Quantenrisiko hat sich im vergangenen Jahr von einer Randbefürchtung zu einem aktiven Forschungsthema entwickelt, da Google, IBM und Start-ups stetige Fortschritte bei Qubit-Stabilität und Fehlerkorrektur melden.

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