Wachsende Sorgen über die Fähigkeit des Quantencomputings, Blockchain-Verschlüsselung zu brechen, sorgen in der gesamten Kryptoindustrie für neuen Handlungsdruck, auch wenn Experten betonen, dass die Bedrohung noch Jahre von praktischer Anwendbarkeit entfernt ist.
Eine neue Forschung des Quantum-AI-Teams von Google legt nahe, dass das Brechen der kryptografischen Systeme, die Netzwerke wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) untermauern, weniger Ressourcen erfordern könnte als bisher angenommen, was die Hürden für potenzielle Angriffe senkt.
Quantenrisiko ist ein bekanntes Ingenieursproblem
Trotz der alarmierenden Implikationen sagen Analysten, dass die Branche solche Entwicklungen seit Langem erwartet. Forscher bei Bitfinex betonten, dass die Lücke zwischen theoretischer Machbarkeit und praktischer Umsetzung weiterhin erheblich ist.
„Quantencomputing stellt eine echte technische Herausforderung für die Kryptowährungsbranche dar, ist in seiner derzeitigen Form jedoch weit von einer existenziellen Bedrohung entfernt“, erklärten die Analysten von Bitfinex.
Sie stellten fest, dass skalierbare, fehlertolerante Quantensysteme, die in der Lage wären, solche Angriffe auszuführen, noch nicht verfügbar sind und der Branche damit Zeit bleibt zu reagieren.
Bereits laufende Initiativen umfassen post‑quantenkryptografische Standards, die vom National Institute of Standards and Technology finalisiert wurden, sowie laufende Diskussionen zur Bitcoin Improvement Proposal BIP‑360.
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Beschleunigter Fortschritt erhöht den Druck auf die Branche
Dennoch argumentieren einige Experten, dass sich die Entwicklung des Quantencomputings schneller vollzieht als erwartet.
Stefan Deiss, CEO von The Hashgraph Group, verwies auf Googles Entscheidung, 2029 als Zieljahr für die Post‑Quanten‑Migration anzusetzen, als wichtiges Signal.
Er warnte, dass die Rechenschwelle, die zum Brechen von Verschlüsselung erforderlich ist, im vergangenen Jahrzehnt stark gesunken sei, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Schwachstellen früher als erwartet auftreten könnten.
„Cyberkriminelle und böswillige Akteure sammeln bereits heute verschlüsselte Blockchain‑Daten und horten sie, um sie zu entschlüsseln, sobald die Quantenhardware aufholt“, sagte Deiss und verwies auf Warnungen von Behörden wie dem U.S. Department of Homeland Security und dem National Cyber Security Centre.
Bitcoins bestehendes Design könnte die Angriffsfläche vergrößern
Das Problem wird durch Protokolländerungen wie das Taproot‑Upgrade von Bitcoin weiter verkompliziert, das die Effizienz verbesserte, aber die Anzahl der Adressen mit öffentlich exponierten Schlüsseln erhöhte.
Dadurch hat sich die potenzielle Angriffsfläche erweitert, sodass ein erheblicher Teil der BTC in einem künftigen Quanten‑Szenario verwundbar sein könnte.
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