Ökosystem
Wallet

Brasiliens Kryptoindustrie vereint sich gegen vorgeschlagene Stablecoin-Steuer und droht mit Klage

Brasiliens Kryptoindustrie vereint sich gegen vorgeschlagene Stablecoin-Steuer und droht mit Klage

Fünf große brasilianische Kryptowährungs- und Fintech-Verbände, die mehr als 850 Unternehmen vertreten, haben sich formell gegen Regierungspläne gestellt, eine Finanztransaktionssteuer auf Stablecoin-Geschäfte auszuweiten, und warnen, dass dieser Schritt verfassungswidrig und wirtschaftlich schädlich wäre.

Die gemeinsame Stellungnahme, shared mit CoinDesk, verschärft einen seit Monaten andauernden Streit zwischen Brasiliens Digital-Asset-Sektor und dem Finanzministerium zu einer expliziten rechtlichen Drohung.

Die Gruppen – ABcripto, ABFintechs, Abracam, ABToken und Zetta – argumentieren, dass die Anwendung des Imposto sobre Operações Financeiras (IOF), einer bislang auf Devisengeschäfte gerichteten Abgabe, auf Stablecoin-Aktivitäten sowohl die brasilianische Verfassung als auch das nationale Gesetz über virtuelle Vermögenswerte verletzen würde.

Júlia Rosin, die neu ernannte Präsidentin von ABcripto, hat erklärt, dass der Verband eine Klage file wird, falls die Regierung über ein Exekutivdekret statt über ein Gesetz des Kongresses vorgeht.

Was passiert ist

Das brasilianische Finanzministerium erwägt ein Dekret, das grenzüberschreitende Stablecoin-Überweisungen als Devisengeschäfte classify würde, wodurch sie einem vorgeschlagenen IOF-Satz von 3,5 % unterlägen.

Die jüngste Leitlinie der Zentralbank hat solche Ströme bereits als FX-Äquivalente umklassifiziert und damit die regulatorische Grundlage für eine Besteuerung geschaffen.

Die Branchenverbände halten dem entgegen, dass Gesetz Nr. 14.478/2022 – Brasiliens Gesetz über virtuelle Vermögenswerte – virtuelle Vermögenswerte ausdrücklich als von nationalen oder ausländischen Fiatwährungen verschieden defines.

Da sich der verfassungsmäßige Anwendungsbereich des IOF auf die Abwicklung von Währungstauschgeschäften beschränkt, argumentieren sie, dass Stablecoins definitionsgemäß außerhalb seiner Reichweite liegen. Die Ausweitung des Steuertatbestands per Ministerialdekret statt durch eine Abstimmung im Kongress würde ihrer Ansicht nach einen verfassungswidrigen Kompetenzüberschritt darstellen.

Lesen Sie auch: AI Agents Can't Use Credit Cards At Scale - Stablecoin Builders Say That's Their Opportunity

Warum das wichtig ist

Der Einsatz ist hoch. Brasilien ist einer der größten Kryptowährungsmärkte der Welt; die Steuerbehörde Receita Federal reporting monatliche Kryptotransaktionsvolumina von 6 bis 8 Milliarden US-Dollar – rund 90 % davon entfallen auf Stablecoin-Aktivitäten.

An den Dollar gekoppelte Token wie Tethers USDT und Circles USDC dominieren, da Brasilianer sie nutzen, um sich gegen die Volatilität des Real abzusichern und die Kosten für grenzüberschreitende Zahlungen zu senken. Der Handel mit an den BRL gekoppelten Stablecoins erreichte allein im ersten Halbjahr 2025 rund 906 Millionen US-Dollar, wie Daten von Dune Analytics zeigen.

Die Begründung der Regierung ist regulatorische Gleichbehandlung: Man will verhindern, dass Stablecoins als steuerfreie Parallelspur zum traditionellen Devisenmarkt fungieren.

Die Branche argumentiert, die Gleichsetzung der Aufsicht der Zentralbank über digitale Asset-Flüsse mit der Anwendbarkeit des IOF sei ein rechtlicher Kategorienfehler und dass neue Besteuerung gesetzgeberisches Handeln und kein Verwaltungsdekret erfordere.

Als Nächstes lesen: IRS's New Crypto Tax Forms Leave Cost Basis Gap That Could Trigger Automated Letters For Millions

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.