Vitalik Buterin sagte, Fortschritte in der künstlichen Intelligenz könnten die Art und Weise verändern, wie Kryptosysteme angegriffen und verteidigt werden, und die Infrastruktur in Richtung mathematisch verifizierter Software drängen.
Buterins Essay skizziert die KI-Bedrohung
Der Ethereum-Mitbegründer argumentierte, dass immer leistungsfähigere KI-Modelle es deutlich einfacher machen werden, Schwachstellen in komplexer Software zu entdecken und auszunutzen.
Buterin bezeichnete Bugs in der Krypto-Infrastruktur als noch alarmierender, sobald KI-Werkzeuge beginnen, die Schwachstellensuche zu automatisieren – eine Sorge, die in der gesamten Sicherheitsforschungs-Community geteilt wird.
Er hob insbesondere die Ethereum-(ETH)-Infrastruktur, Konsensmechanismen und Post-Quanten-Kryptografie als vorrangige Ziele für stärkere Abwehrmaßnahmen hervor.
Anstatt sich auf traditionelle Audits zu verlassen, sollten Entwickler laut Buterin stattdessen auf formale Verifikation setzen – einen Ansatz, der mathematisch beweist, dass sich Code unter festgelegten Bedingungen wie beabsichtigt verhält.
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Formale Verifikation als Verteidigung
„KI gibt dir die Fähigkeit, große Mengen Code zu schreiben – auf Kosten der Genauigkeit, und formale Verifikation gibt dir die Genauigkeit zurück“, schrieb Buterin.
Er widersprach Forschern, die argumentieren, KI-generierte Software sei inzwischen grundsätzlich nicht mehr vollständig vertrauenswürdig, und stellte stattdessen eine optimistischere Sicht dar.
Buterin glaubt, dass KI-gestützte Programmierung in Kombination mit Verifikationswerkzeugen letztlich Software hervorbringen könnte, die robuster ist als alles, was Menschen allein entwickeln.
Er verwies außerdem auf aktive Projekte wie Arklib und evm-asm, die sich auf die Absicherung kryptografischer Infrastruktur und der Ethereum-Virtual-Machine-Software konzentrieren.
Der Essay warnte jedoch, dass formale Verifikation kein Allheilmittel ist. Selbst mathematisch bewiesene Systeme können scheitern, wenn Entwickler die falschen Annahmen verifizieren oder wenn Exploits außerhalb des verifizierten Codepfads liegen.
Buterins Sicherheitsbilanz
Buterin entwarf ein Zukunftsbild, in dem sich sensible digitale Infrastruktur auf kleinere „sichere Kern“-Systeme konzentriert, die isoliert und stark verifiziert sind, während weniger kritische Anwendungen mit eingeschränkten Berechtigungen laufen.
Der Ethereum-Mitbegründer ist in diesem Jahr wiederholt auf das Thema KI-Sicherheit zurückgekommen. Im Februar schlug er vor, Produktivitätsgewinne durch KI zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit aufzuteilen, und im Mai befürwortete er formale Verifikationswerkzeuge wie Lean für Entwicklung mit hohen Sicherheitsanforderungen. Sein jüngster Beitrag führt diese Argumente weiter und erhebt sie zu einer umfassenderen These: Er stellt mathematische Beweise als glaubwürdigste Antwort auf KI-getriebene Angriffswerkzeuge in Blockchain-Systemen und im traditionellen Internet dar.
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