CME Group hat am 9. Februar Futures-Kontrakte auf Cardano (ADA), Chainlink (LINK) und Stellar (XLM) aufgelegt. Damit umfasst ihre regulierte Krypto-Derivate-Suite nun sieben Token und deckt nach eigener Berechnung über 75 % der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen ab.
Die Zahl von 75 % basiert laut Angaben auf CoinMarketCap-Daten vom 13. Februar 2026.
Die Börse gab außerdem bekannt, dass 2025 ein Rekordjahr für ihre Krypto-Produkte war: Das durchschnittliche tägliche offene Interesse über die gesamte Suite lag bei rund 26,4 Milliarden US‑Dollar – ein Wert, der zeigt, wie stark das regulierte institutionelle Engagement in Krypto seit der Einführung der ersten Bitcoin-Futures der CME im Jahr 2017 gewachsen ist.
Was ist passiert
Die drei neuen Kontrakte – erhältlich in Standard- und Micro-Größen – werden bar auf Basis der CME CF Reference Rates abgerechnet.
Die ersten Trades wurden zwischen FalconX und Marex für die LINK- und XLM-Kontrakte sowie zwischen Cumberland DRW und Wintermute für ADA ausgeführt.
CME plant zudem, ein Nasdaq CME Crypto Index Futures-Produkt einzuführen, dessen Start für den 16. März vorgesehen ist, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigung.
Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen über die Krypto-Suite der CME erreichte 2025 278.300 Kontrakte, was einem Nominalwert von rund 12 Milliarden US‑Dollar entspricht. Dem war 2025 die Aufnahme von Solana- und XRP-Futures und -Optionen vorausgegangen, von denen CME erklärte, sie hätten die Nachfrage nach Multi-Asset-Instrumenten zum Management von Krypto-Risiken erhöht.
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Warum das wichtig ist
Die Expansion der CME in Altcoins der zweiten Reihe spiegelt eine gezielte institutionelle Strategie wider und ist keine reine Momentum-Wette.
Die Börse wies darauf hin, dass die neuen Token moderate bis hohe Korrelationen mit Bitcoin aufweisen, im Bereich von 0,60 bis 0,67. Das bedeutet, dass sie dem Gesamtmarkt grob folgen, aber dennoch unterschiedliche Risiko-Rendite-Profile bieten, die für Hedging-Strategien und Spread-Trades nützlich sind.
Dennoch ist das Timing bemerkenswert: ADA, LINK und XLM wurden in einen sich abkühlenden Markt eingeführt. Alle drei Token liegen deutlich unter ihren Höchstständen von 2021, und die CME räumte selbst ein, dass Handelsvolumen und offenes Interesse bei Bitcoin-Futures gegen Ende 2025 zurückgingen, parallel zu einer allgemeinen Schwäche der Preise.
Ob sich eine nachhaltige institutionelle Nachfrage nach Altcoin-Kontrakten mit geringerer Liquidität entwickelt, bleibt abzuwarten.
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