Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte verzeichneten in der vergangenen Woche Nettozuflüsse in Höhe von 1 Milliarde US‑Dollar und machten damit eine fünfwöchige Serie von Abflüssen in Höhe von insgesamt 4 Milliarden US‑Dollar rückgängig, wie aus dem wöchentlichen Fondsflussbericht von CoinShares hervorgeht, der am Montag veröffentlicht wurde.
Bitcoin (BTC) led die Erholung mit Zuflüssen von 881 Millionen US‑Dollar, während Ethereum (ETH) seine stärkste Wochenbilanz seit Mitte Januar verzeichnete.
Die Wende erfolgte vor dem Hintergrund eines verhaltenen Kursumfelds: Bitcoin handelte weitgehend seitwärts, während Ether im gleichen Zeitraum um rund 2 % zulegte. Das deutet darauf hin, dass die Bewegung eher von Positionsanpassungen als von Kursmomentum getrieben war.
Was ist passiert
James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, sagte, dass kein einzelner makroökonomischer Auslöser die Stimmungsänderung erkläre. Stattdessen verwies er auf die vorangegangene Kursschwäche, technische Rücksetzer unter wichtige Niveaus und eine erneute Akkumulation durch große Bitcoin‑Inhaber.
Er merkte an, dass sich jüngste Kundengespräche fast ausschließlich darauf konzentriert hätten, Einstiegszeitpunkte zu identifizieren – nicht darauf, Engagement abzubauen.
Geografisch waren die Ströme weitgehend im Einklang. In den USA ansässige Produkte machten 957 Millionen US‑Dollar des Wochenvolumens aus, während Kanada (34,1 Mio. US‑$), Deutschland (31,7 Mio. US‑$) und die Schweiz (28,4 Mio. US‑$) jeweils anhaltende Zuflüsse verzeichneten.
BlackRock führte die Zuteilungen einzelner Emittenten mit etwa 490 Millionen US‑Dollar an.
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Warum das wichtig ist
Trotz der wöchentlichen Erholung befinden sich sowohl Bitcoin als auch Ether im Jahr 2026 seit Jahresbeginn weiterhin im Nettoabflussbereich, was das Gewicht der einwöchigen Trendwende begrenzt.
Die 3,7 Millionen US‑Dollar, die in der gleichen Woche in Short‑Bitcoin‑Produkte flossen, verdeutlichen, dass die Überzeugung weiterhin geteilt ist, auch wenn Kapital in den Sektor zurückkehrt.
Solana (SOL) war der klare Altcoin‑Ausreißer und zog in der vergangenen Woche 53,8 Millionen US‑Dollar sowie seit Jahresbeginn 156 Millionen US‑Dollar an – die stärkste YTD‑Zahl unter den verfolgten Altcoins. Chainlink verbuchte moderate 3,4 Millionen US‑Dollar. Nennenswerte Altcoin‑Abflüsse wurden nicht beobachtet.
Ob die Zuflusswoche Bestand hat, hängt zum Teil von den breiteren makroökonomischen Bedingungen ab. Anhaltende geopolitische Spannungen unter Beteiligung der USA, Israels und des Irans haben die Risikomärkte in den vergangenen Wochen immer wieder verunsichert, und Krypto‑Produkte waren von diesem Druck nicht ausgenommen.
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