Coinbase meldet überraschenden Verlust im 1. Quartal, Aktie bricht im nachbörslichen Handel ein

Coinbase meldet überraschenden Verlust im 1. Quartal, Aktie bricht im nachbörslichen Handel ein

Coinbase verbuchte im ersten Quartal einen Nettoverlust von 394 Millionen US‑Dollar und verfehlte die Erwartungen der Wall Street, da Krypto-Handelsvolumen einbrachen.

Ergebnisverfehlung

Die größte US‑amerikanische Kryptobörse meldete für das am 31. März beendete Quartal einen Verlust von 1,49 US‑Dollar je Aktie, wie aus dem Ergebnisbericht vom Donnerstag hervorgeht. Von LSEG befragte Analysten hatten mit einem Gewinn von 0,27 US‑Dollar gerechnet.

Der Umsatz belief sich auf 1,41 Milliarden US‑Dollar, ein Rückgang von 31 % gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter dem Konsens von 1,52 Milliarden US‑Dollar.

Die Transaktionserlöse sanken auf 755,8 Millionen US‑Dollar, während die Erlöse aus Abonnements und Services 583,5 Millionen US‑Dollar erreichten.

Beide Segmente blieben hinter den Analystenschätzungen zurück.

Ein nicht realisierter Verlust von 482 Millionen US‑Dollar auf zu Investitionszwecken gehaltene Krypto-Assets belastete das Ergebnis. Bitcoin (BTC) fiel im Berichtszeitraum deutlich, was zur Wertberichtigung beitrug. Die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes sank im Quartal um mehr als 20 %.

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Armstrongs Kurswechsel

CEO Brian Armstrong verwies in einem Interview auf die Zyklizität von Krypto und KI‑getriebene Produktivitätsgewinne als Begründung für den bereits zwei Tage vor den Ergebnissen angekündigten Stellenabbau um 14 %, der rund 700 Mitarbeiter betrifft. Er stellte den Schritt als strukturellen Neustart dar, nicht als reine Kostensenkung.

Das Unternehmen erzielte dennoch das 13. Quartal in Folge ein positives bereinigtes EBITDA von 303,3 Millionen US‑Dollar, wenngleich dieser Wert im Vergleich zum Vorquartal um 46 % zurückging.

Das Spot-Handelsvolumen auf der Plattform sank um 37 %, während Coinbases Marktanteil am Krypto-Handel auf ein Rekordniveau von 8,6 % stieg.

Abonnements und Services machten 44 % der Nettoerlöse aus, den höchsten Anteil in der Unternehmensgeschichte. Stablecoin-Erlöse steuerten 305 Millionen US‑Dollar bei, wobei die durchschnittlichen USDC‑Bestände (USDC) auf Coinbase‑Produkten im Jahresvergleich um 55 % auf 19 Milliarden US‑Dollar anstiegen.

Reaktion der Aktie

Die COIN‑Aktie fiel im nachbörslichen Handel nach Veröffentlichung der Zahlen zeitweise um bis zu 4,7 % und rutschte auf 183,56 US‑Dollar, bevor sie einen Teil der Verluste wieder aufholte. Die Aktie hatte zu Wochenbeginn noch auf die Nachrichten über den Stellenabbau hin zugelegt.

Coinbase hat in drei der vergangenen vier Quartale die Gewinnerwartungen verfehlt, weshalb Investoren zunehmend darauf achten, ob das Abo‑Segment die Schwankungen der Handelserlöse ausgleichen kann. Das Management stellte für das zweite Quartal Erlöse aus Abonnements und Services in einer Spanne von 565 bis 645 Millionen US‑Dollar in Aussicht.

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