Coinbase‑CEO Brian Armstrong beantwortete den Angriff von JPMorgan‑Chef Jamie Dimon auf den CLARITY Act mit einem Hockey‑Meme, das Krypto‑Führungskräfte hinter dem ins Stocken geratenen Gesetzesentwurf vereinte.
Zentrale Punkte:
- Armstrong reagierte am Freitag auf Dimons Angriff auf den CLARITY Act mit einem viralen Hockey‑Meme „Heated Rivalry“.
- Krypto‑Führungskräfte argumentierten, dass Gesetzgeber – nicht Banken – Finanzgesetze schreiben sollten.
- Der Entwurf passierte den Bankenausschuss des Senats mit 15:9 Stimmen und benötigt nun 60 Stimmen im Senat.
Coinbase schlägt auf Dimons Angriff zurück
Dimon nutzte am Freitag ein Interview bei Fox Business, um Armstrong zu attackieren und beschuldigte den Coinbase‑Chef, Hunderte Millionen Dollar in Washington zu investieren, um die Gesetzgebung mit Gewalt durchzudrücken. Er gelobte, dass Großbanken den aktuellen Text nicht akzeptieren würden, und erklärte, niemand werde sich vor der Börse oder ihrem Gründer verbeugen.
Stunden später postete Armstrong ein individuelles „Heated Rivalry“-Poster, das die beiden CEOs als gegnerische Hockey‑Teams zeigte – mit ihm selbst auf Platz eins für wirtschaftliche Freiheit.
Das Bild verbreitete sich innerhalb von Minuten auf X. Der Ausdruck ist zugleich der Titel eines Hockey‑Liebesromans aus dem Jahr 2019, der im vergangenen Jahr fürs Fernsehen adaptiert wurde.
Der CLARITY Act passierte am 14. Mai den Bankenausschuss des US‑Senats mit 15:9 Stimmen und würde das erste umfassende bundesweite Regelwerk für digitale Vermögenswerte schaffen. Auf dem Senatsparkett werden noch 60 Stimmen benötigt, bevor der Entwurf zur endgültigen Verabschiedung zurück ins Repräsentantenhaus geht.
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Novogratz unterstützt den CLARITY Act gegen die Banken
Mike Novogratz von Galaxy Digital argumentierte, gewählte Gesetzgeber – nicht Banker – sollten Finanzgesetze schreiben. Peter Van Valkenburgh von Coin Center konterte Dimons Argument zu Geldwäsche und merkte an, dass im Jahr 2025 rund 3 Billionen Dollar illegal über Banken bewegt worden seien.
Andere verwiesen auf die lange Vorgeschichte der Bank mit aufsichtsrechtlichen Geldbußen und Vergleichen in Milliardenhöhe.
Im Zentrum des Streits stehen Stablecoin‑Erträge, die Coinbase mit rund 3,5 % auf Token wie USDC (USDC) zahlt – deutlich mehr als traditionelle Banken gewöhnlichen Sparern bieten. Kreditgeber warnen, dass diese Renditen Einlagen aus dem System abziehen könnten, während Krypto‑Anhänger den Widerstand als Protektionismus im Gewand des Verbraucherschutzes bezeichnen.
Dimon beharrte darauf, dass Krypto‑Unternehmen denselben Standards wie Banken genügen sollten – von Geldwäschekontrollen bis hin zu Kapital‑ und Liquiditätsvorschriften. Banken sagen, Plattformen wollten die Privilegien von Einlageninstituten ohne die zugehörige Aufsicht. Gemeinschaftsbanken, warnte er, könnten die Einlagen verlieren, mit denen sie Kredite an lokale Unternehmen finanzieren.
Es ist nicht der erste Zusammenstoß der beiden Männer. Dimon zielte bereits beim Weltwirtschaftsforum in Davos Anfang des Jahres mit ähnlichen Spitzen auf Armstrong – ein Zeichen dafür, dass die Kluft tiefer geht als nur um ein einzelnes Gesetz. Eine vollständige Abstimmung im Senat wird im Juni erwartet.
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