Die Kryptowährungsbranche bereitet sich auf einen weiteren aggressiven Vorstoß in die US-Politik vor – ausgestattet mit fast 200 Millionen Dollar an Wahlkampffonds, während die midterm elections approach.
Im Zentrum der Bemühungen steht Fairshake, ein führendes, krypto-orientiertes Super-PAC-Netzwerk, das Anfang 2026 mehr als 193 Millionen Dollar an verfügbaren Mitteln meldete, wie The Hill reported.
Nach hohen Ausgaben im Wahlzyklus 2024 nehmen von der Branche unterstützte Gruppen nun eine neue Reihe von Kongressrennen ins Visier – ein Signal dafür, dass Unternehmen für digitale Vermögenswerte in Washington eine bestimmende Kraft bleiben wollen.
Politische Schlagkraft nach Erfolgen 2024
Krypto-gestützte politische Gruppen erzielten ihren größten Einfluss im Jahr 2024 und pumpten fast 180 Millionen Dollar in Vorwahlen und hart umkämpfte Rennen.
Mehrere prominente demokratische Kandidaten, die der Branche kritisch gegenüberstanden, wurden in Wahlkämpfen geschlagen, in denen Krypto-Ausgaben eine große Rolle spielten.
Dazu gehörten Senatswahlkämpfe in Kalifornien und Ohio sowie eine demokratische Vorwahl im 3. Kongresswahlbezirk von Arizona.
Während einige Analysten argumentieren, dass breitere politische Trends diese Ergebnisse bestimmt haben könnten, beharren Brancheninsider darauf, dass gezielte Ausgaben in knappen Rennen ausschlaggebend waren.
Ein häufig angeführtes Beispiel ist ein Senatsrennen in Michigan, bei dem Kryptogruppen Berichten zufolge 10 Millionen Dollar zur Unterstützung eines Kandidaten ausgaben, der nur knapp siegte.
Ein weiterer hauchdünner Vorwahlsieg in Arizona, der mit nur 39 Stimmen entschieden wurde, wird ebenfalls teilweise dem Engagement der Branche zugeschrieben.
Regulatorische Erfolge und ungelöste Konflikte
Die politischen Investitionen erfolgen in einer Phase, in der die Branche bemerkenswerte politische Erfolge erzielt hat.
Präsident Donald Trump, der während des Wahlkampfs 2024 einen krypto-freundlichen Kurs eingeschlagen hat, berief digital-asset-freundliche Vertreter in wichtige Aufsichtsbehörden und richtete per Dekret eine strategische Bitcoin-Reserve ein.
Der Kongress hat bereits den GENIUS Act verabschiedet, der einen regulatorischen Rahmen für dollar-gestützte Stablecoins schafft.
Das wichtigste Gesetzesvorhaben der Branche – ein umfassendes Marktstrukturgesetz, das die Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission aufteilen würde – steckt jedoch weiterhin im Senat fest.
Mit den näher rückenden Zwischenwahlen wird das Zeitfenster für weitere gesetzgeberische Schritte immer kleiner.
Ziele bei den Zwischenwahlen und Gegenreaktionen
Zwei mit Fairshake verbundene Super PACs sind kürzlich in neue Rennen eingestiegen.
Defend American Jobs kündigte 5 Millionen Dollar Unterstützung für die Senatskandidatur von Abgeordnetem Barry Moore in Alabama an, während Protect Progress 1,5 Millionen Dollar bereitstellte, um sich gegen Abgeordneten Al Green im 18. Kongresswahlbezirk von Texas zu stellen.
Green wehrte sich vehement und warf Kryptogruppen vor, mit übermäßiger Finanzmacht den Kongress dominieren zu wollen.
Der wachsende politische Fußabdruck der Branche ruft Kritiker auf den Plan, die bezweifeln, ob sektorspezifische Super-PAC-Ausgaben den demokratischen Prozess verzerren.
Einige argumentieren, dass das Ausmaß der Beiträge – oft Dutzende Millionen Dollar pro Rennen – weitergehende Fragen nach Transparenz in der Wahlkampffinanzierung aufwirft.
Krypto-Befürworter halten dagegen, dass ihr politisches Engagement zu schnellerer regulatorischer Klarheit geführt und digitale Vermögenswerte ins Zentrum der politischen Debatte gerückt habe.
Während der November näher rückt, scheint die Branche bereit, ihre finanzielle Stärke erneut zu demonstrieren – auch wenn die Gesetzgeber weiterhin uneins darüber sind, wie weit der Einfluss von Krypto in Washington reichen sollte.
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