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CZ nennt Privatsphäre das größte ungelöste Problem von Krypto – wenige Wochen nach einer Investition in eine Privacy-Plattform

CZ nennt Privatsphäre das größte ungelöste Problem von Krypto – wenige Wochen nach einer Investition in eine Privacy-Plattform

Changpeng Zhao und Chamath Palihapitiya identifizierten beide die Privatsphäre als das kritischste ungelöste Problem der Kryptowährungen in einer zweistündigen Folge des All-In-Podcasts.

Was weder der Podcast noch der Phemex-Artikel, der ihre Aussagen berichtete, mentioned, ansprachen: CZs eigener Fonds tätigte nur wenige Wochen zuvor eine achtstellige Investition in eine datenschutzorientierte Trading-Plattform.

Was sie gesagt haben

Zhao argumentierte, dass das transparente Ledger von Bitcoin reale Risiken für Nutzer in großem Maßstab schafft.

Er nannte ein konkretes Beispiel: Wenn jemand ein Hotel bucht und seine Adresse on-chain öffentlich rückverfolgbar wird, entsteht ein Sicherheitsrisiko.

Palihapitiya ging noch weiter und sagte, dass nachverfolgbare Transaktionen die Fungibilität von Bitcoin (BTC) zerstören, weil jede Coin eine Historie mit sich trägt.

Er bezeichnete dies als den Grund für seine anhaltende Skepsis gegenüber Bitcoin-Maximalismus – Kryptowährungen können nicht als digitales Bargeld funktionieren, wenn jede Transaktion öffentlich einsehbar ist.

Beide waren sich einig, dass die Pseudonymität weiter erodiert, sobald Börsen KYC-Anforderungen durchsetzen und damit reale Identitäten mit Blockchain-Aktivitäten verknüpfen.

Ihr gemeinsames Fazit: Ohne Datenschutz auf Protokollebene bleibt die Nutzung von Kryptowährungen auf Spekulation und Settlement beschränkt, anstatt sich auf alltägliche Zahlungen auszuweiten.

Der finanzielle Kontext

Am 13. Januar gab YZi Labs – das Family Office, das CZ gemeinsam mit Yi He nach seinem Ausscheiden bei Binance gründete – eine „multi-8-figure“-Investition in Genius Trading bekannt, eine datenschutzorientierte dezentrale Trading-Plattform (disclosed).
CZ trat Genius zudem als Berater bei.

Genius nutzt Multi-Party Computation, um Trades über Hunderte von Wallets zu verteilen und so die On-Chain-Nachverfolgbarkeit großer Orders zu verringern.

Die Plattform hatte in ihrer Beta-Phase bereits ein Volumen von über 60 Millionen US-Dollar verarbeitet und plant, im zweiten Quartal 2026 ein öffentliches Privacy-Protokoll zu starten.

YZi Labs verwaltet weltweit rund 10 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten. Die Genius-Investition wurde weder im Podcast noch in der meisten Berichterstattung über CZs Aussagen zum Thema Privatsphäre erwähnt.

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Warum das wichtig ist

Das Privatsphäre-Argument hat aus technischer Sicht durchaus Gewicht.

Das transparente Design von Bitcoin schafft tatsächlich Überwachungsrisiken, und On-Chain-Analysten verfolgen routinemäßig Bewegungen von Walen, Börseneinzahlungen und Wallet-Salden – wie dieses Magazin täglich berichtet.

Doch wenn jemand mit einem achtstelligen finanziellen Engagement in Privacy-Infrastruktur öffentlich dafür wirbt, Privatsphäre zur obersten Priorität der Kryptoindustrie zu machen, ist dieser Kontext entscheidend, um das Argument einzuordnen.

CZ ist in diesem Thema kein unbeteiligter Beobachter. Die Debatte über Privatsphäre ist zudem nicht neu.

Projekte wie Monero (XMR), Zcash (ZEC) und verschiedene Implementierungen von Zero-Knowledge-Proofs existieren seit Jahren, und Regulierungsbehörden stellen sich immer wieder gegen Datenschutzfunktionen, die sie als Ermöglichung illegaler Finanzaktivitäten ansehen.

Ob Datenschutz auf Protokollebene und regulatorische Compliance koexistieren können, bleibt eine offene Frage, auf die keiner der beiden Sprecher eingegangen ist.

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