Tester der neuen 8‑Zoll‑Foldables von Samsung berichten, dass die Display-Falz nahezu verschwunden ist – ein Vorgeschmack auf jenes Panel, das im September im faltbaren iPhone von Apple für rund 2.000 US‑Dollar debütieren dürfte.
Wichtigste Punkte:
- Samsungs neueste Foldables setzen auf eine Titan-Rückplatte hinter dem Display, die laut Testern nur noch eine feine Linie in der Mitte erkennen lässt.
- Apple soll eine eng verwandte Panel-Generation nutzen – kombiniert mit eigener Glas- und Klebstoff-Architektur – für sein erstes faltbares iPhone.
- Bei Auftragsfertiger Foxconn laufen letzte Produktionsanpassungen, der exakte Verkaufsstart bleibt laut Lieferkette aber noch offen.
Galaxy Z Fold8 im Falz-Test
Andrew Romero, der beide neuen Samsung-Modelle getestet hat, stellt fest, dass sich die Falz beim Galaxy Z Fold8 Ultra auf eine kaum wahrnehmbare, leichte Wölbung in der inneren Anzeige reduziert.
Die Linie sei selbst bei starkem Lichteinfall und ausgeschaltetem Display schwer auszumachen, so Romero. Samsung führt das auf eine Titanlegierung als Folie und Trägerplatte zurück, vermarktet als Flex Titanium, die den bisherigen Kunststoffunterbau unter dem Panel ersetzt.
Weiter unten im Line-up fällt das Urteil nüchterner aus. Dan Barbera, der das günstigere Galaxy Z Fold8 getestet hat, berichtet, die Falz bleibe je nach Licht deutlich sichtbar – trotz überarbeitetem Scharnier. Der Abstand in der Anmutung zwischen beiden Modellen sei klar erkennbar.
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Apples Ansatz gegen die Falz
Apple bezieht das innere Panel für sein eigenes Foldable von Samsung Display. Zuliefererberichte schreiben Apple jedoch die Panel-Struktur, das Laminierungsverfahren und die Materialauslegung zu. Analyst Ming-Chi Kuo verweist in einer Analyse auf laserperforierte Metallplatten hinter dem Bildschirm, die die Biegekräfte verteilen, statt sie entlang einer Linie zu konzentrieren.
Kuo argumentiert, dass dieser Ansatz das Displaymaterial innerhalb seiner elastischen Grenzen hält. Zudem beschreibt er lasergebohrte Mikrostrukturen, die Spannungen gezielt von der Falz weglenken.
Glas und Kleber spielen dabei eine ebenso zentrale Rolle.
Analysten von TrendForce haben erläutert, dass ultradünnes Glas im Gerät eine tragende Funktion übernimmt: Im Bereich der Biegeachse wird es ausgedünnt, außerhalb bleibt es dicker, um Stöße abzufangen.
Zudem verweisen sie auf einen optisch klaren Klebstoff, der beim langsamen Falten weich bleibt, bei plötzlichen Stößen jedoch aushärtet. Dieser Kleber soll Mikrorisse, die sich über Jahre bilden, auffüllen und so die Lichtstreuung entlang der Falz reduzieren.
Produktionsfahrplan für das iPhone Ultra
Foxconn nimmt laut Quellen aus der Lieferkette derzeit letzte Anpassungen für die Massenfertigung vor. Die Montagezahlen steigen zwar, der konkrete Verkaufsstart gilt jedoch weiterhin als nicht final festgezurrt. Apple dürfte das Gerät im September gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro vorstellen – erwartet werden ein 7,6‑Zoll‑Innendisplay und ein 5,3‑Zoll‑Außendisplay.
Offiziell bestätigt ist nichts davon: Apple schweigt zu dem Produkt. Gerüchte um ein buchartig aufklappbares iPhone kursieren seit März 2018; seither hat der Konzern beobachtet, wie Samsung acht Gerätegenerationen an faltbarer Hardware durchläuft.
Die erste Galaxy-Fold-Generation erwies sich 2019 als derart empfindlich, dass Samsung sie zunächst aus dem Handel nahm. Später sollen Apple-Designingenieure an der Weiterentwicklung beteiligt gewesen sein, um nachfolgende Schwachstellen zu adressieren, wie Berichte nahelegen.
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