5 Gründe, warum Apples Falt‑iPhone Samsungs neues Galaxy Z Fold8 ausstechen könnte

5 Gründe, warum Apples Falt‑iPhone Samsungs neues Galaxy Z Fold8 ausstechen könnte

Apples erstes faltbares iPhone könnte Samsungs neues Galaxy Z Fold8 für 1.899 Dollar in fünf zentralen Punkten übertreffen, urteilen Tester und Analysten in dieser Woche.

Die wichtigsten Punkte:

  • Samsung hat das Galaxy Z Fold8 am 22. Juli in London vorgestellt – rund zwei Monate vor Apples erwartetem Falt‑Debüt.
  • Analysten sehen klare Vorteile bei iPad‑App‑Support, eigener Chipentwicklung und der KI‑Architektur in iOS 27.
  • Kritiker monieren ein zu breites Format mit begrenztem Alltagsnutzen – und erwarten für das Falt‑iPhone einen Preis von deutlich über 2.000 Dollar.

Galaxy Z Fold8 setzt die Messlatte für Apple

Samsung hat am 22. Juli in London auf einem Unpacked‑Event gleich drei Foldables enthüllt. Erste Hands‑on‑Berichte von TechRadar, Cult of Mac und BGR rahmen vor allem das breitere Modell als Vorgeschmack auf Apples Design ein. Das Galaxy Z Fold8 kombiniert ein 5,5‑Zoll‑Deckdisplay mit einem 7,6‑Zoll‑Innendisplay und startet bei 1.899 Dollar, während das höhere Galaxy Z Fold8 Ultra mit 2.099 Dollar zu Buche schlägt.

Zwei von Apples Trümpfen liegen bei der Software. Mark Gurman von Bloomberg berichtet, dass das Falt‑iPhone im aufgeklappten Zustand iPad‑ähnliche Split‑Screen‑Layouts nutzen soll – und damit auf ein breites Ökosystem von Großbild‑Apps zurückgreift, das Android‑Foldables in dieser Form noch fehlt. Zudem entwickelt Apple eigene Chips, das Betriebssystem und zentrale Anwendungen selbst. Diese vertikale Integration dürfte dafür sorgen, dass der Wechsel zwischen Außen‑ und Innendisplay nahtloser wirkt.

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Siri‑Erweiterungen vergrößern die KI‑Auswahl

Der dritte Vorteil liegt im Bereich Künstliche Intelligenz. Apple will Nutzern erlauben, über ein Extensions‑System in iOS 27 frei zu wählen, welcher Bot hinter Siri, Writing Tools und Image Playground arbeitet – zur Auswahl sollen ChatGPT, Claude oder Gemini stehen, wie es in einem Feature‑Plan für iOS 27 heißt, der bekannt wurde. Das System soll im Herbst zusammen mit dem Falt‑iPhone ausrollen.

Samsung setzt dagegen im Kern auf einen einzigen Partner. Google hat die Automatisierung durch Gemini auf mehr als 40 Apps des Fold8 ausgeweitet, Gemini Notebook auf allen drei neuen Modellen vorinstalliert und ein sechsmonatiges Probeabo von Google AI Pro gebündelt. Das ist ein umfangreicher Werkzeugkasten – bindet Käufer aber eng an einen Anbieter.

Die letzten beiden Pluspunkte für Apple sind kommerzieller Natur. Zum einen kann der Konzern das Gerät bestehenden iPhone‑Nutzern als Upgrade verkaufen, ohne dass diese das Ökosystem wechseln müssen. Zum anderen stößt Apple in ein Segment vor, das Wettbewerber über Jahre hinweg mitentwickelt haben – von Scharniermechanik bis hin zu Display‑Beschichtungen –, und profitiert damit von deren Lernkurve.

Skepsis an Faltgeräten und Apples erwartetem Preis

An einem Durchmarsch Apples zweifeln dennoch viele Branchenbeobachter.

José Adorno hält dagegen und argumentiert, das breite Buchformat löse Probleme, die die meisten Nutzer gar nicht hätten – und selbst im geöffneten Zustand nehme die Bildschirmtastatur weiterhin rund die Hälfte der Fläche ein.

Spekulationen verorten den Preis des Falt‑iPhones zwischen 2.000 und 2.500 Dollar – deutlich über dem Einstiegspreis des Fold8.

Samsung brachte das erste Galaxy Fold bereits 2019 auf den Markt. Seither sind Foldables ein hochpreisiges Nischenprodukt geblieben und kommen in Europa auf etwa 1,5 % Marktanteil bei Smartphones. Sieben Hardware‑Generationen, dünnere Scharniere und sichtbar reduzierte Knickfalten haben daran bislang wenig geändert.

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