Apples erstes faltbares iPhone hat Spott von Samsung provoziert, die Prognosen von Analysten nach oben getrieben und konkurrierende Produktstarts vorgezogen – alles binnen weniger Tage nach der Premiere in Cupertino.
Wichtigste Punkte:
- Apple hat sein erstes faltbares iPhone am 9. September vorgestellt, zu Preisen zwischen 1.999 und 3.200 Dollar.
- Samsung verspottete den Start wenige Stunden nach der Präsentation in Cupertino in den sozialen Medien.
- Analysten erwarten, dass Apple in diesem Jahr rund ein Viertel des Foldable‑Markts besetzt.
Preisdetails zum iPhone Duo
John Ternus, der seit 1. September als Chief Executive an der Spitze steht, klappte das Gerät auf der Bühne im kalifornischen Cupertino erstmals auf. Apple erklärte, das 7,6‑Zoll‑Innen‑Display biete rund 50 % mehr Bildschirmfläche als das Panel des iPhone 18 Pro Max.
Im geschlossenen Zustand erscheint ein 5,4‑Zoll‑Außendisplay; zudem kehrt Touch ID über eine seitliche Taste zurück. Mit 254 Gramm ist das Gerät schwerer als jedes iPhone zuvor.
Die Preise beginnen bei 1.999 Dollar. Die Version mit zwei Terabyte Speicher schlägt mit 3.200 Dollar zu Buche. Vorbestellungen starten am 16. Oktober, der reguläre Verkauf läuft an am 23. Oktober in mehr als 70 Ländern.
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Samsung verspottet Apple‑Start
Samsungs US‑Mobilsparte hat den Neuling auf X und anderen Plattformen auf die Schippe genommen und Apple sinngemäß aufgefordert, wiederzukommen, wenn es fertig sei, „jemandes Reste aufzuwärmen“. Ben Wood, Chefanalyst bei CCS Insight, wertete das späte Debüt als Kalkül: Apple steige für gewöhnlich erst dann in eine Produktkategorie ein, wenn die zugrunde liegende Technologie einen gewissen Reifegrad erreicht habe.
Liz Lee, Associate Director bei Counterpoint Research, rechnet damit, dass Apple in diesem Jahr auf etwa 25 % des weltweiten Foldable‑Markts kommt und damit hinter Samsung mit 38 % bleibt. Huawei liegt mit 22 % auf Rang drei. Den Introduction‑Preis von unter 2.000 Dollar bezeichnet sie als mutig – er liegt nur rund 100 Dollar über dem Galaxy Z Fold 8. Gene Munster von Deepwater Asset Management sagte, Apple habe seit einem Jahrzehnt kein derart aufregendes Produkt mehr ausgeliefert.
TrendForce‑Prognosen zu Foldable‑Auslieferungen
TrendForce prognostiziert, dass Apple 2026 rund 5 Millionen faltbare Geräte ausliefern und damit auf 24,8 % Marktanteil kommen wird. Samsung bliebe mit geschätzten 7,1 Millionen Einheiten vorerst vorn.
Gleichzeitig erwartet das Haus, dass die Auslieferungen von Android‑Foldables in diesem Jahr wegen steigender Komponentenpreise um mehr als 20 % zurückgehen. IDC wiederum schätzt, dass Foldables insgesamt weiterhin weniger als 3 % der weltweiten Smartphone‑Verkäufe ausmachen.
Samsung dominiert das Segment seit der Einführung des ersten Galaxy Fold 2019. Google und Motorola folgten später mit eigenen Modellen, während Apple sieben Jahre lang außen vor blieb. Diesmal kamen chinesische Rivalen zuvor: Xiaomi hat bereits sein 18 Fold vorgestellt, und Huawei enthüllte das dreifach faltbare Mate XT2 – jeweils einen Tag vor dem Event in Cupertino.
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