Börsengehandelte Fonds auf XRP (XRP) haben ihre Serie von Zuflüssen auf neun Wochen ausgebaut und die kumulierten Nettozuflüsse auf ein Rekordniveau von 1,7 Milliarden US‑Dollar gehoben – obwohl der XRP-Kurs weiter unter der Marke von 1,40 Dollar festhängt.
Wichtigste Punkte:
- XRP-ETFs verzeichneten in der jüngsten, auf vier Handelstage verkürzten Woche Nettozuflüsse von 18,98 Mio. Dollar – nahezu so viel wie die 18,96 Mio. Dollar der Vorwoche.
- Die kumulierten Nettozuflüsse stiegen auf 1,7 Mrd. Dollar; Bitwise behauptete mit 608 Mio. Dollar die Spitzenposition unter den Fonds.
- Analysten sind gespalten: Gewinnmitnahmen großer Adressen („Wale“) und nachlassende Netzwerkaktivität treffen auf ein Chartmuster, das zuletzt einer Rally von 600 % vorausging.
XRP-ETF-Zuflüsse
Spot-XRP-ETFs verbuchten in der jüngsten, verkürzten Handelswoche Nettozuflüsse von 18,98 Mio. Dollar und damit die neunte Woche in Folge mit positiven Mittelbewegungen.
Das Ergebnis lag damit nahezu auf dem Niveau der Woche bis zum 4. September mit 18,96 Mio. Dollar, obwohl sich das Zuflustempo seit Ende August deutlich abgeschwächt hat.
In der letzten vollen Augustwoche hatten die Produkte noch 110,49 Mio. Dollar eingesammelt – die stärkste Wochenbilanz seit Anfang Dezember 2025 – nach knapp 40 Mio. Dollar in der Woche zuvor. In der aktuellen Berichtsperiode flossen am Dienstag 1,55 Mio. Dollar, am Mittwoch 12,29 Mio. Dollar und am Donnerstag 5,14 Mio. Dollar zu; der Freitag endete per saldo unverändert.
Die Serie trieb die kumulierten Nettozuflüsse auf ein neues Rekordhoch von 1,7 Mrd. Dollar. Der XRP-Fonds von Bitwise lag mit insgesamt 608 Mio. Dollar an der Spitze, gefolgt von Canary Capital’s XRPC mit 490 Mio. Dollar.
Kursausblick von Martinez
Der stetige ETF-Nachfragefluss hat bislang keinen nachhaltigen Ausbruch beim Kurs ausgelöst: XRP scheitert weiterhin mehrfach am Widerstandsbereich um 1,40 Dollar. Analyst Ali Martinez warnt, dass Großinvestoren Gewinne mitnehmen und die Aktivität im Netzwerk deutlich zurückgegangen ist – ein Umfeld, das aus seiner Sicht Raum für einen weiteren Rücksetzer lässt.
Celal Kucuker vertritt den Gegenstandpunkt. Er verweist auf ein technisches Muster, das einer früheren Rally von rund 600 % vorausging, und hält es für möglich, dass XRP eine ähnliche Bewegung wiederholen könnte, sollte sich das Setup vergleichbar ausformen.
Die auseinandergehenden Einschätzungen verdeutlichen, weshalb allein die ETF-Zuflüsse den kurzfristigen Trend nicht entscheiden: Institutionelles Interesse trifft auf Gewinnmitnahmen und eine abkühlende On-Chain-Aktivität. Die jüngste Volatilität von XRP macht diese Spannungen sichtbar.
Zwischen dem 19. und 22. August legte XRP in weniger als 72 Stunden um 70 % zu und sprang von 1,00 auf 1,70 Dollar, bevor der Kurs scharf nachgab. Anschließend prallte er erneut im Bereich von 1,40 Dollar ab, schwankte zwischen 1,36 und 1,32 Dollar und stieg nach der Inflationsdatenveröffentlichung (CPI) am Freitag kurzzeitig auf fast 1,45 Dollar, um anschließend wieder unter 1,40 Dollar zurückzufallen.
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