Deutsche Bank vertieft laut einem Bericht des deutschen Finanzportals Der Aktionär ihre Nutzung der Ripple-Zahlungsinfrastruktur (XRP) für grenzüberschreitende Abwicklungen, Devisenoperationen und die Verwahrung digitaler Vermögenswerte.
Gleichzeitig fungiert die Bank als leitender Architekt von SWIFTs neuem blockchainbasierten Zahlungs-Hauptbuch, einer separaten Initiative mit mehr als 40 Großinstituten.
Weder die Deutsche Bank noch Ripple haben offizielle Pressemitteilungen veröffentlicht, um Umfang oder Bedingungen der Vereinbarung zu bestätigen.
Die Berichterstattung stützt sich auf die Analyse von Der Aktionär zu den öffentlich beobachtbaren Aktivitäten der Bank im Ripple-Ökosystem.
Was ist passiert
Die Deutsche Bank kooperiert mit Ripple-verbundenen Dienstleistern, um ihre FX-Operationen und Mehrwährungskonten zu modernisieren und dabei die Korrespondenzbank-Ketten zu umgehen, die internationale Überweisungen typischerweise auf zwei bis fünf Werktage verzögern.
SWIFT bestätigte die Deutsche Bank als wichtigen Beitragenden zu seinem blockchainbasierten globalen Zahlungs-Hauptbuch und beschreibt sie als Teil einer Bankenkoalition, die „die Schienen der Zukunft baut, um Interoperabilität zu ermöglichen und Echtzeit-, Always-on-Grenzzahlungen zu unterstützen“.
Auch JPMorgan wird unter den Teilnehmern desselben Projekts geführt.
Lesen Sie auch: Bloomberg Analyst McGlone Walks Back $10,000 Bitcoin Call, Settles On $28,000 After Public Backlash
Warum ist das wichtig
Das doppelte Engagement – intern Ripple-Infrastruktur, extern SWIFT-Blockchain – bringt die Deutsche Bank in eine ungewöhnliche Position. Sie hilft faktisch mit, das aufzubauen, was SWIFT als Konkurrenz zum traditionellen Korrespondenzbankmodell darstellt, während sie gleichzeitig Ripples eigene Abwicklungs-Schienen nutzt.
Branchenschätzungen, auf die sich die Berichte beziehen, legen nahe, dass Distributed-Ledger-Technologie die Betriebskosten im globalen Zahlungsverkehr um bis zu 30 % senken könnte, wobei sich diese Zahl allgemein auf die Einführung von DLT bezieht und nicht speziell auf die Implementierung der Deutschen Bank.
Für XRP, den Token, der Ripples On-Demand-Liquiditätsdienst antreibt, bleiben die praktischen Auswirkungen unklar. Banken können das Zahlungsnetzwerk von Ripple nutzen, ohne XRP zu halten oder damit zu transagieren. Die Deutsche Bank hat nicht offengelegt, ob ihre Integration XRP-basierte Liquidität einschließt oder auf Ripples Nachrichten- und Abwicklungssoftware beschränkt ist.
XRP wurde zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei rund 1,42 US-Dollar gehandelt, etwa 4,5 % im Minus gegenüber dem Vortag. Dies spiegelt eine allgemeine Schwäche des Kryptowährungsmarkts wider und steht nicht in direktem Zusammenhang mit den Nachrichten zur Deutschen Bank.
Als Nächstes lesen: Georgian Fund Manager Walks Free After Embezzling $40M In Bitcoin From Ex-PM



