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Die von Bitcoin-Bullen ignorierten Daten zeigen einen Markt, der auf Erschöpfung statt auf Momentum läuft

Die von Bitcoin-Bullen ignorierten Daten zeigen einen Markt, der auf Erschöpfung statt auf Momentum läuft

Bitcoin’s (BTC) Erholung in Richtung 69.000 $, nachdem der Kurs stark in den unteren 60.000er-Bereich gefallen war, hat die kurzfristige Preisentwicklung stabilisiert, doch On-Chain- und Derivatdaten deuten darauf hin, dass der Markt in eine spätzyklische Korrekturphase eingetreten ist und nicht in die frühe Phase eines neuen Aufwärtstrends.

Laut Glassnode zeigt der Markt Anzeichen dafür, dass erzwungene Verkäufe und spekulative Exzesse weitgehend bereinigt wurden.

Analysten warnen jedoch, dass sich eine nachhaltige Erholung nur mit erneuter Spot-Nachfrage einstellen wird – nicht allein durch eine Stabilisierung des Hebels oder der Derivate-Positionierung.

Momentum-Indikatoren, darunter der 14-Tage-RSI, haben sich von stark überverkauften Niveaus erholt und signalisieren nachlassenden Verkaufsdruck.

Glassnode stellt jedoch fest, dass die Bedingungen am Spotmarkt defensiv bleiben: Die kumulative Volumendelta ist weiterhin stark negativ und deutet auf anhaltend aggressive Verkaufsaktivität statt auf eine dauerhafte Akkumulation hin.

Der Hebel wird abgebaut, während Derivate defensiv werden

Einer der deutlichsten strukturellen Schwenks, auf die der Bericht hinweist, ist der breite Rückzug von Hebelwirkung an Futures- und Optionsmärkten.

Das offene Interesse an Bitcoin-Futures ist unter sein unteres statistisches Band gefallen, was weit verbreitetes Positionsschließen und eine geringere spekulative Risikobereitschaft widerspiegelt.

Die Funding-Raten haben sich stark abgekühlt, was darauf hindeutet, dass Trader nicht mehr bereit sind, eine Prämie für gehebelte Long-Positionen zu zahlen.

Optionsmärkte untermauern diese defensive Haltung.

Das offene Interesse ist zurückgegangen, Volatilitätsprämien haben sich verengt und die Negativ-Schräglage hat stark zugenommen – ein Signal für die gestiegene Nachfrage nach Absicherung gegen fallende Kurse.

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Diese Indikatoren deuten darauf hin, dass Trader nach der jüngsten Korrektur Risikomanagement höher gewichten als eine starke Überzeugung in eine bestimmte Marktrichtung.

Diese Verschiebung ist bedeutsam, weil frühere Anstiege im aktuellen Zyklus häufig durch eine Ausweitung des Hebels angetrieben wurden.

Da dieser Motor nun weitgehend abgeschaltet ist, hängt die Preisfindung zunehmend von der Spot-Nachfrage ab – und weniger von derivatgetriebenem Momentum.

On-Chain-Stress signalisiert Übergang, nicht Kapitulation

On-Chain-Daten deuten auf Stressbedingungen hin, die sich allmählich in Richtung Stabilisierung bewegen.

Das entitätsbereinigte Transfer-Volumen ist stark angestiegen, und die Zahl aktiver Adressen hat zugenommen – ein Hinweis auf höhere Netzwerkaktivität und mehr Kapitalbewegungen.

Das Wachstum der Realized Cap ist jedoch deutlich negativ geworden, was auf Netto-Kapitalabflüsse statt auf Reinvestitionen hinweist.

Mehr als die Hälfte des umlaufenden Bitcoin-Angebots wird derzeit mit einem nicht realisierten Verlust gehalten, während der Nettowert aus unrealisiertem Gewinn/Verlust tief ins Negative gefallen ist.

Realisierte Verluste dominieren weiterhin die On-Chain-Aktivität – ein Muster, das historisch eher mit spätzyklischen Korrekturphasen als mit neuen, tiefen Einbrüchen verbunden ist.

Gleichzeitig deutet der Rückgang des Anteils „heißen“ Kapitals auf eine geringere Präsenz kurzfristig orientierter, reaktiver Investoren hin.

Diese ruhigere Eigentümerstruktur kann zwar die Volatilität dämpfen, begrenzt jedoch auch das Aufwärtstempo, solange keine neuen Marktteilnehmer bereit sind, frisches Kapital einzusetzen.

Spot-Nachfrage wird zum entscheidenden Faktor

Während die Abflüsse aus US-Spot-Bitcoin-ETFs deutlich nachgelassen haben, bleiben sie im negativen Bereich, und die Profitabilität der ETF-Halter hat sich verringert.

Die Handelsvolumina sind zwar stark angestiegen, doch Glassnode stuft diese Aktivität als reaktiv statt konstruktiv ein – sie wird von Umschichtungen und Neupositionierungen geprägt, nicht von langfristiger Akkumulation.

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