Der Dow Jones Industrial Average rückte am Montag in den Fokus der Anleger, nachdem die Aktienmärkte eine turbulente Phase durchliefen – ausgelöst durch einen Abverkauf bei KI-Werten und zunehmende geopolitische Spannungen.
Bitcoin (BTC) gewann dabei erneut Aufmerksamkeit als potenzieller Absicherungsbaustein: Die Zuflüsse in Spot-ETFs blieben stabil, obwohl klassische Aktienindizes ins Straucheln gerieten.
Wie Reuters berichtet, setzte sich der Rückgang an der Wall Street am Freitag fort, da die Korrektur bei KI-nahen Technologiewerten breiter wurde – und dem Dow seine erste Verlustwoche seit mehreren Wochen einbrockte.
Was den Dow durchgerüttelt hat
Zwei Entwicklungen setzten die traditionellen Märkte unter spürbaren Druck.
Erstens rutschten KI-Chipwerte am Donnerstag und Freitag der Vorwoche deutlich ab. Unternehmen, die vom KI-Boom profitieren und 2026 einen Großteil der Kursgewinne an der Wall Street getragen hatten, verloren innerhalb weniger Tage einen substanziellen Teil dieser Performance. Der S&P 500 schloss am Montag nach einer volatilen Sitzung leicht im Minus und konnte sich mit einem Plus von lediglich 0,4 % nur zögerlich von den Verlusten der Vorwoche erholen.
Zweitens trieben Spannungen zwischen den USA und Iran den Preis für Brent-Öl nach oben. Steigende Ölpreise belasteten die Stimmung zusätzlich, insbesondere in energieintensiven Branchen. Das Wall Street Journal hob hervor, dass die geopolitische Lage eine weitere schwer kalkulierbare Komponente in ein ohnehin bereits angespanntes Marktumfeld einbrachte.
Chiphersteller im Umfeld von Nvidia zählten bisher zu den großen Gewinnern des Jahres 2026. Deren Rückzug zwang Fondsmanager nun, die Frage neu zu stellen, wie stark die diesjährige Rally tatsächlich auf einem engen Cluster von KI-getriebenen Highflyern beruht.
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Wie der Kryptomarkt reagierte
Während der Dow Jones Industrial Average Verkaufsdruck ausgesetzt war, zeichnete sich am Kryptomarkt am Montag ein anderes Bild ab.
Die Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs (ETH) von BlackRock verzeichneten kombinierte Nettozuflüsse von 343,4 Millionen US-Dollar und machten damit die Abflüsse zu Wochenbeginn mehr als wett. Bemerkenswert: Diese Mittelzuflüsse kamen, obwohl die Aktienmärkte fragil blieben – ein Kontrast, der Marktteilnehmern nicht entging.
Während des heftigsten Teils des KI-Sell-offs in der vergangenen Woche gelang Bitcoin allerdings keine saubere Entkopplung von Aktien. In der breit angelegten Risikoaversion am Freitag gaben Kryptokurse gemeinsam mit den Börsen nach. Die schnelle Erholung der ETF-Zuflüsse am Montag deutet jedoch darauf hin, dass institutionelle Investoren den Rücksetzer eher als Kaufgelegenheit denn als Ausstiegssignal interpretierten.
Auch Prognosemärkte verzeichneten deutlich anziehende Aktivität. Die Plattform Kalshi gewann während der bis Sonntag laufenden Weltcup-Phase drei Millionen neue Nutzer hinzu und meldete Rekordvolumina im Handel. Das deutet auf eine wachsende Nachfrage nach Finanzinstrumenten hin, die außerhalb klassischer Aktienstrukturen funktionieren.
Eine eindeutige Antwort auf die Frage nach der Korrelation zwischen Krypto und Aktien gibt es derzeit nicht. In kurzen, scharfen Abverkaufsphasen tendiert BTC dazu, gemeinsam mit anderen Risikoanlagen zu fallen. Über längere Zeiträume lockert sich die Korrelation jedoch deutlich. Das aktuelle Muster reiht sich in diese Historie ein.
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KI-Sell-off testet Nachfrage nach Bitcoin-ETFs
Der Ausverkauf bei KI-Chipwerten, der den Dow in dieser Woche belastete, kam nicht völlig überraschend. Bereits zu Monatsbeginn zeigten mehrere große KI-Infrastrukturwerte nach monatelangen Kursgewinnen, getrieben von aggressiven Prognosen zum Ausbau von Rechenzentren, erste Ermüdungserscheinungen.
Als die Aktien von Netflix zuletzt deutlich einbrachen und SpaceX einen Starship-Start kurzfristig absagte, kippte die Stimmung gegenüber hoch bewerteten Tech-Titeln spürbar. Der breite KI-Trade, der die großen Indizes noch bis Mitte 2026 auf Rekordstände getragen hatte, wurde zum Belastungsfaktor anstatt zum Rückhalt. Bitcoin-ETFs hatten zuvor bereits gezeigt, dass sie nach kurzfristigen Abflussphasen ihre Anziehungskraft auf institutionelles Kapital rasch zurückgewinnen können – die Nachfrage zog nach kurzen Abflussfenstern jeweils schnell wieder an.
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