Börsennotierte Unternehmen haben in den vergangenen 12 Monaten rund 7,4 Millionen Ethereum (ETH) erworben und damit 6,1 % des zirkulierenden Angebots gebunden, während die Nachfrage nach Ethereum als Unternehmenskasse trotz bärischer Marktbedingungen anzieht.
ETH‑Bestände in Unternehmenskassen
Leon Waidmann, Marktforscher und Leiter der Research‑Abteilung bei Lisk, hat die Zahlen in einem Beitrag auf der Plattform X geteilt. Die Käufe setzten sich jeden Monat fort, selbst als ETH zeitweise unter der Marke von 2.000 US‑Dollar gehandelt wurde.
Im Mai 2025 lagen die kumulierten ETH‑Bestände in Unternehmenskassen von institutionellen und Firmenkäufern noch bei nahezu null.
Bis April 2026 war diese Zahl auf über 6,5 Millionen ETH angestiegen. Die Token wandern in Reservekassen statt an Börsen, was bedeutet, dass sie nicht ohne Zustimmung des Vorstands, Aktionärsmitteilungen und behördliche Meldungen verkauft werden können.
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Waidmann über Staking‑Rekorde
Die Staking‑Aktivität ist parallel dazu gestiegen. Mehr als 32 % des gesamten ETH‑Angebots sind inzwischen in Staking‑Verträgen gebunden – ein neuer Allzeithochstand.
Im Mai 2021 lagen 18 Millionen ETH – etwa 16 % des Gesamtangebots – in Staking‑Verträgen.
Bis März 2026 war diese Zahl auf 40 Millionen ETH gestiegen. Waidmann betonte, dass dieser Anteil von 32 % weder an Börsen noch in Wallets liegt und auf einen Verkauf wartet, sondern aktiv das Netzwerk absichert.
ETH‑Kursentwicklung
Ethereum hatte in den vergangenen Monaten mit einer anhaltenden Seitwärtsbewegung zu kämpfen und testete wiederholt die Unterstützung um 2.000 US‑Dollar vor dem Hintergrund einer volatilen Gesamtsituation am Markt. Der Token konnte dieses Niveau zwar zurückerobern, die Kursgewinne fielen jedoch moderat aus. Die anhaltenden institutionellen Käufe und Rekordwerte beim Staking stehen im deutlichen Kontrast zur schwankungsanfälligen Kursentwicklung und deuten darauf hin, dass Unternehmenskassen die aktuellen Bewertungen eher als Einstiegschance denn als Warnsignal betrachten.
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