Ethereum (ETH) hat nach einem Tagesplus von 4,1 % die Marke von 2.500 US‑Dollar zurückerobert. Steigende Profite für Anleger und frische ETF-Zuflüsse treffen jedoch auf massiven Verkaufsdruck durch Großadressen.
Wichtige Punkte:
- Ethereum notierte nach einem Tagesplus von 4,1 % bei 2.508,45 US‑Dollar und holte damit das 2.500er‑Niveau zurück.
- Die MVRV‑Kennzahl stieg nach 200 Tagen erstmals wieder über 1,0 und brachte Durchschnittsanleger zurück in die Buchgewinne.
- Ein 408‑Millionen‑Abverkauf durch einen Whale sowie Hacker-Swaps hielten den Verkaufsdruck trotz ETF-Zuflüssen im Fokus.
CryptoQuant: Rendite kehrt zurück
Ethereum handelte bei 2.508,45 US‑Dollar, nachdem der Kurs den hartnäckigen Widerstand bei 2.500 US‑Dollar überwunden hatte – eine Zone, an der ETH seit Februar 2026 immer wieder gescheitert war. Der Ausbruch folgte auf eine lange Phase von Abgabedruck und Seitwärtskonsolidierung, nicht auf einen bereits etablierten Bullenmarkt.
Auch die Momentum-Indikatoren hellten sich auf: Der Relative‑Stärke‑Index von ETH fiel aus dem überkauften Bereich zurück in die Spanne von 60 bis 70 – ein Niveau, das weiter auf robusten Aufwärtsschwung hindeutet.
Daten von CryptoQuant zeigen, dass das Verhältnis von Marktwert zu realisiertem Wert (MVRV) von Ethereum am 21. August erstmals seit 200 aufeinanderfolgenden Tagen wieder über 1,0 gestiegen ist. Der Wendepunkt kam, nachdem ETH wieder über seinen geschätzten realisierten Preis von rund 2.300 US‑Dollar kletterte und damit den durchschnittlichen Anleger zurück in die Buchgewinne brachte.
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Verkaufsdruck auf Ethereum
Ein positiver MVRV‑Wert ist allerdings keine Garantie für weitere Kursgewinne. Die Zone um den realisierten Preis kann vielmehr dazu verleiten, Positionen zu schließen, sobald Anleger wieder im Plus sind. Ein Halten der Region um etwa 2.300 US‑Dollar bleibt daher entscheidend für die Nachhaltigkeit der Erholung.
On‑Chain ist der Verkaufsdruck bereits sichtbar. Das Analyseteam von Lookonchain verfolgte eine Großadresse, die insgesamt 167.855 ETH akkumuliert und anschließend offenbar die gesamte Position innerhalb von etwa fünf Tagen abgestoßen hat – zum Zeitpunkt der Berichte mit einem Gegenwert von rund 408 Millionen US‑Dollar.
Zu einem dokumentierten Zeitpunkt waren 70.739 ETH im Wert von etwa 174 Millionen US‑Dollar bereits an Börsen transferiert, während 97.115 ETH im Gegenwert von rund 237 Millionen US‑Dollar noch in der Wallet verblieben.
Laut Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy, hat zudem ein mutmaßlicher Coldcard‑Hacker begonnen, gestohlene Bitcoin (BTC) über THORChain in Ether zu tauschen. Demnach wurden bislang rund 10 % der erbeuteten Coins bewegt, während 90 % unangetastet blieben. Parallel dazu meldeten die von SoSoValue erfassten Spot‑Ethereum‑ETFs Zuflüsse von 365,17 Millionen US‑Dollar im Juli und 1,85 Milliarden US‑Dollar im August.
Im September summierten sich die Zuflüsse zum Berichtszeitpunkt bereits auf weitere 104,26 Millionen US‑Dollar und sorgten damit für zusätzliche Nachfrage – trotz der Abgaben großer Marktteilnehmer. Bullen müssen nun die Marke von 2.500 US‑Dollar als neue Unterstützungszone etablieren, nachdem ETH zuletzt im Bereich um 2.458 US‑Dollar ins Stocken geraten war.
Der jüngste Ausbruch von Ethereum folgt auf Monate, in denen entscheidende Widerstände nicht nachhaltig überwunden werden konnten. Der Markt gewann den realisierten Preis bei 2.300 US‑Dollar erst im August zurück, nachdem der MVRV‑Indikator 200 Tage in Folge unter 1,0 verharrt hatte. Damit wird die Spanne zwischen 2.300 und 2.500 US‑Dollar zum neuralgischen Bereich, der darüber entscheidet, ob sich die aktuelle Erholung zu einem breiteren Aufwärtstrend ausweiten kann.
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