Die Ethereum (ETH) Foundation hat am Dienstag 2.016 ETH eingezahlt, als erste Tranche eines Plans, rund 70.000 ETH aus ihrer Treasury zu staken, wobei sämtliche daraus entstehenden Rewards wieder in die Finanzierung des Betriebs fließen und nicht am offenen Markt verkauft werden.
Der Schritt folgt der Treasury-Richtlinie der Foundation, die im Juni 2025 veröffentlicht wurde und eine jährliche Ausgabenquote von 15 % relativ zum Gesamtwert der Treasury sowie ein Ziel von 2,5 Jahren operativer Runway festlegt.
Historisch hat die Ethereum Foundation ihre Betriebskosten hauptsächlich durch direkte ETH-Verkäufe gedeckt. Das Staking-Programm soll wiederkehrende, in ETH denominierte Einnahmen generieren, ohne dass eine Liquidierung von Vermögenswerten erforderlich ist.
So funktioniert es
Die Foundation betreibt eigene Validatoren mit den Open-Source-Tools Dirk und Vouch, die vom Infrastrukturunternehmen Attestant entwickelt wurden. Dirk dient als verteilter Signierer und verteilt Private Keys über mehrere geografische Jurisdiktionen, um einen Single Point of Failure zu vermeiden. Vouch verwaltet mehrere Kombinationen aus Beacon- und Execution-Clients mit konfigurierbaren Strategien, um das Risiko korrelierter Client-Ausfälle zu reduzieren.
Das Setup nutzt Minderheiten-Clients sowie eine Mischung aus gehosteter und selbst verwalteter Hardware in mehreren Ländern.
Validatoren verwenden Type‑2‑(0x02)-Withdrawal-Credentials, wodurch die benötigte Anzahl an Signier-Keys auf etwa 35 reduziert wird, bei einem maximalen effektiven Guthaben von 2.048 ETH pro Validator. Blöcke werden lokal gebaut, ohne Proposer-Builder-Separation-Sidecars.
Die aktuelle Staking-Rendite für Ethereum-Validatoren liegt laut CoinDesk Composite Ether Staking Rate (CESR) bei etwa 2,808 %.
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Warum das wichtig ist
Die 70.000 ETH, die gestaked werden, entsprechen rund 40,5 % der derzeit einsetzbaren Bestände der Foundation. Daten von Arkham Intelligence zeigen, dass die Foundation hält 172.650 ETH plus 10.000 Wrapped ETH zur Verfügung.
Staking-Rewards werden Protokoll‑Forschung und -Entwicklung, Ökosystem-Aufbau und Community-Grants finanzieren. Die Architektur verzichtet auf eine Delegation an Staking-Pools Dritter und hält den Validator-Betrieb transparent und direkt unter Kontrolle der Foundation.
Die Ankündigung fällt mit einem Ethereum-Kurs unter 2.000 US‑Dollar zusammen und damit, dass Mitgründer Vitalik Buterin seit dem 2. Februar rund 10.723 ETH verkauft hat, um Open-Source-Projekte zu finanzieren, wie Daten von Onchain Lens zeigen.
Der Staking-Ansatz der Foundation verringert, sofern er beibehalten wird, ihren strukturellen ETH-Verkaufsdruck im Verhältnis zu den Betriebsausgaben, auch wenn der Renditeeffekt im Vergleich zur gesamten ETH-Marktilquidität moderat bleibt.
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