Ethereum (ETH) ist nach einer steilen Rallye im Bereich um 2,5 Tsd. $ ins Stocken geraten. Damit rücken tiefere Unterstützungszonen wieder in den Blick, da die kurzfristige Aufwärtsdynamik abnimmt und der Makrodruck zunimmt.
Wichtige Punkte:
- ETH befindet sich zwar weiter in einer übergeordneten Erholungsphase, doch wiederholte Abweisungen im Bereich von 2,4–2,52 Tsd. $ erhöhen das Risiko einer Konsolidierung oder eines Rücksetzers.
- Die erste bedeutende Unterstützung liegt bei 2,21–2,31 Tsd. $, gefolgt von 2,06–2,14 Tsd. $, falls der Verkaufsdruck zunimmt.
- Ein Ausbruch über 2,52 Tsd. $ würde das sich ausbildende bärische Setup deutlich abschwächen und das Szenario einer Fortsetzung der Rallye stützen.
Ethereum: Zentrale Unterstützungszonen
Ethereum hat sich nach dem Ausbruch aus der Basis bei 1,85–1,92 Tsd. $ und dem Lauf in die Angebotszone bei 2,4–2,52 Tsd. $ schwergetan, den Aufwärtsimpuls zu verlängern. Käufer haben diesen Bereich mehrfach getestet, bislang jedoch keinen klaren Folgeimpuls nach oben durchgesetzt.
Im Tageschart stellt der Bereich von 2,21–2,31 Tsd. $ die erste relevante Rücklaufzone dar. Vertieft sich die Korrektur, rückt der Support bei 2,06–2,14 Tsd. $ in den Fokus. Beide Niveaus liegen weiterhin über der Basis, von der die jüngste Rallye gestartet ist. Eine Korrektur würde damit nicht automatisch die übergeordnete Erholung infrage stellen.
Im Vier-Stunden-Chart hat Ethereum drei markante Hochpunkte in derselben Widerstandszone ausgebildet und ist unter die aufwärtsgerichtete Trendlinie gefallen, welche die jüngsten höheren Tiefs verband. Das Muster erinnert an ein mögliches „Three-Drive“-Pattern, das häufig auftritt, wenn ein Trend an Schwung verliert.
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Zinsdruck durch Warsh
Shayan Markets analysierte, dass eine Rückeroberung der Trendlinie und eine Stabilisierung um 2,4 Tsd. $ den unmittelbaren Abwärtsdruck entschärfen würden. Ein überzeugender Durchbruch über 2,52 Tsd. $ könnte das entstehende Umkehrszenario klar konterkarieren. Bis dahin bleiben die tieferliegenden Unterstützungszonen die wichtigsten Verteidigungslinien für Käufer.
Fed-Chef Kevin Warsh setzte beim Notenbanktreffen in Jackson Hole zudem einen makroökonomischen Rahmen: Die Inflation sei weiterhin zu hoch, die Geldpolitik müsse daher restriktiv bleiben oder sogar weiter gestrafft werden, falls der Fortschritt in Richtung des 2-%-Ziels der Fed stockt. Die Märkte werteten die Aussagen als falkenhaft – ein Umfeld, das einen schnellen Ausbruch von Ethereum nach oben erschweren könnte, da Risikoanlagen die Aussicht auf länger höher bleibende Zinsen einpreisen.
Daten zur Größe von Spot-Orders zeigen zudem derzeit keine ausgeprägte Häufung von Transaktionen im Wal-Format. Dieses Fehlen klarer Überzeugung großer Marktteilnehmer spricht eher für ein nervöses Seitwärtsgeschehen als für einen unmittelbar bevorstehenden, trendbestätigenden Ausbruch.
Ethereum hatte den aktuellen Widerstandsbereich nach einer Erholung aus der Basis bei 1,85–1,92 Tsd. $ und einem nahezu vertikalen Anstieg in Richtung 2,5 Tsd. $ erreicht. Die Geschwindigkeit dieser Bewegung ließ darunter nur wenig Konsolidierung zurück, was die Zone von 2,21–2,31 Tsd. $ zu einem entscheidenden Test macht: Dort dürfte sich zeigen, ob die laufende Erholung auf ein tragfähigeres Fundament gestellt werden kann.
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