Ethereum (ETH) testet den Widerstand nahe 2.500 US‑Dollar, nachdem der Kurs aus einer Akkumulationszone nach oben gedreht hat. Rückläufige Bestände auf Börsen und eine anziehende Spot-Nachfrage deuten auf anhaltenden Kaufdruck hin.
Wichtigste Punkte:
- ETH ist zum April-Swinghoch bei 2.466 US‑Dollar zurückgelaufen, hat die übergeordnete Angebotszone von 2.400–2.500 US‑Dollar jedoch noch nicht überzeugend überwunden.
- Die Reserven auf zentralen Börsen gehen zurück, während die Spot-Taker-Käufe in den vergangenen zehn Tagen deutlich zugelegt haben.
- Ein nachhaltiger Ausbruch über 2.500 US‑Dollar würde einen Trendwechsel signalisieren; ein Scheitern am Widerstand mit anschließendem Rückfall unter 2.000 US‑Dollar ließe den mittelfristigen Trend offen.
Ethereum vor Widerstand
Ethereum hat sich laut einem Bericht von den jüngsten Tiefs aus einer ausgeprägten Akkumulationszone nach oben abgesetzt, während die Reserven auf Krypto-Börsen weiter sanken – ein Muster, das auf fortgesetzte Akkumulation zurückgeführt wird. Der entscheidende Widerstand ist bislang jedoch nicht überwunden.
Der Coinbase-Premium-Index verharrt nahe null und dreht nicht ins Positive. Das signalisiert, dass die Nachfrage von US-Investoren auf Coinbase weiterhin hinter der auf Binance zurückbleibt, obwohl Ethereum wieder in der Spanne zwischen 2.200 und 2.400 US‑Dollar gehandelt wird.
Die letzte Phase eines anhaltend positiven Coinbase-Premiums war im Oktober zu beobachten; deutlich positive Werte begleiteten zudem die Rally von Ethereum im Juni/Juli 2025. Das aktuelle Signal fällt im Vergleich dazu deutlich schwächer aus.
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Nachfrageindikatoren für ETH
Nach Angaben von Alphractal liegt der „Investor Price“ von Ethereum – der durchschnittliche Einstandskurs von wirtschaftlich aktiven Anlegern – bei rund 1.700 US‑Dollar. Dieses Niveau wurde im Juni getestet.
Im Anschluss zog Ethereum vom Investor-Preis aus deutlich an – ein Muster, das bereits in früheren Phasen zu beobachten war, in denen Tests oder kurze Unterschreitungen dieses Niveaus ausgeprägte Akkumulationszonen markierten. Der Kaufdruck hat sich seither spürbar verstärkt.
Die von CryptoQuant gemessene Spot-Taker Cumulative Volume Delta (CVD), die die Differenz der Market-Order-Kauf- und -Verkaufsvolumina über 90 Tage verfolgt, ist zuletzt deutlich gestiegen. Laut Bericht waren die Taker-Käufe in den vergangenen zehn Tagen besonders stark, während auch die Nachfrage institutioneller Anleger robust blieb.
Der Markt hat das im April markierte Swinghoch bei 2.466 US‑Dollar erneut erreicht, ohne diese Angebotszone bislang klar zu durchbrechen. Der Widerstand ist damit weiterhin intakt.
Anfang 2026 setzte Ethereum im April das Swinghoch bei 2.466 US‑Dollar, um im Juni den Investor-Preis im Bereich von etwa 1.700 US‑Dollar zu testen. Die anschließende Erholung aus dieser Juni-Zone hat ETH nun erneut an denselben Widerstand geführt – aktuell handelt es sich somit eher um einen wiederholten Belastungstest als um einen bestätigten Ausbruch.
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