Ethereum (ETH) notierte zuletzt nahe 2.490 US‑Dollar, während die für das vierte Quartal geplante Glamsterdam‑Upgrade mit neuer Gasbepreisung und einem anvisierten rund dreifach höheren Durchsatz Fragen für bestehende Smart Contracts aufwirft.
Wichtigste Punkte:
- Ethereums Glamsterdam‑Upgrade ist für Q4 2026 vorgesehen und soll den Basis-Durchsatz der Blockchain etwa verdreifachen.
- Tests der Ethereum Foundation zeigen: Die meisten Verträge bleiben unbeeinflusst, doch Anwendungen mit starren Gasannahmen müssen wohl angepasst werden.
- ETH pendelte um 2.500 US‑Dollar, während Entwickler die geplanten Gasänderungen für Zustandserzeugung und ‑zugriff analysierten.
Repricing der Ethereum-Gebühren
Das Glamsterdam‑Upgrade ist laut offizieller Roadmap für das vierte Quartal 2026 angesetzt; die Ethereum Foundation veröffentlichte ihre Pläne zur Gas-Neubepreisung am 24. August. Ein konkretes Mainnet‑Datum steht noch aus.
Die Vorschläge EIP‑8037 und EIP‑8038 passen die Kosten für das Anlegen und Auslesen von On‑Chain‑State an, damit die Gebühren besser die tatsächlich beanspruchten Ressourcen widerspiegeln, wenn die Netzkapazität wächst. In historischen Transaktions‑Replays blieben die meisten Smart Contracts ohne Auffälligkeiten.
Größer ist das Risiko für einen kleineren Kreis von Verträgen, die auf festen Gas‑Stipends, hart codierten Call‑Werten oder Logik basieren, die direkt an das verbleibende Gasvolumen gekoppelt ist. Entwickler können betroffene Anwendungen zunächst im Platåberget‑Testnetz prüfen, bevor Glamsterdam auf die langlebigeren Ethereum‑Testnetze und das Mainnet ausgerollt wird.
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ETH‑Kursausblick
Zum Zeitpunkt des Berichts lag ETH bei rund 2.490 US‑Dollar und damit knapp unter der Marke von 2.500 US‑Dollar. Kurzfristige Widerstände werden im Bereich zwischen 2.550 und 2.600 US‑Dollar gesehen. Auf der Unterseite gelten 2.400 bis 2.450 US‑Dollar als erste Unterstützungszone, darunter wartet ein tieferer Bereich zwischen 2.200 und 2.250 US‑Dollar. Die 2.500‑Dollar‑Marke bleibt damit im Fokus.
Die neue Gasstruktur ist marktrelevant, weil höherer Durchsatz die Menge an dauerhaftem State erhöht, den Node‑Betreiber über die Zeit speichern und verarbeiten müssen. EIP‑8037 schätzt, dass ein Gaslimit von 200 Millionen – bei proportional fortgesetztem State‑Wachstum – die Datenbank um etwa 387 GiB pro Jahr vergrößern könnte.
Dieses Tempo könnte eine kritische Schwelle von 650 GiB ins Spiel bringen, ab der mit Leistungseinbußen gerechnet wird. Im Vorschlag wird die Zahl allerdings ausdrücklich als Extrapolation und nicht als konkrete Prognose eingeordnet.
Die Tests der Foundation deuten zugleich darauf hin, dass das unmittelbare Risiko für Smart Contracts eher begrenzt ist.
Schon vor Beginn der Glamsterdam‑Tests hatte sich die Neuanlage von State beschleunigt. Laut EIP‑8037 stieg das tägliche neue Datenvolumen nach Anhebung des Gaslimits von 30 auf 60 Millionen von rund 105 MiB auf 326 MiB, während die State‑Datenbank des Geth‑Clients im Januar 2026 bei etwa 390 GiB lag.
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