Evernorth Holdings, das zum Börsendebüt rund 473 Millionen XRP (XRP) halten will, hat seinen Nasdaq-Start nach hinten verschoben: Statt wie geplant Anfang Oktober soll der Handel nun am 12. Oktober beginnen. Auslöser ist eine verwaltungstechnische Verzögerung beim Vollzug der zugrunde liegenden Fusion.
Wichtigste Punkte:
- Evernorth rechnet nun damit, die Fusion mit Armada Acquisition Corp. II am oder um den 9. Oktober abzuschließen.
- Die Aktien sollen voraussichtlich ab dem 12. Oktober unter dem Ticker XRPN gehandelt werden.
- Das Unternehmen spricht von einer rein administrativen Verzögerung ohne Auswirkungen auf den Vollzug.
Verzögerter Nasdaq-Start von Evernorth
Das Unternehmen aus San Francisco hat den neuen Zeitplan in einer Meldung vom 6. Oktober an die US-Börsenaufsicht SEC offengelegt, unterzeichnet von CEO Asheesh Birla.
Dem Dokument zufolge soll der Zusammenschluss mit Armada Acquisition Corp. II, einer Special Purpose Acquisition Company (SPAC), nun am oder um den 9. Oktober vollzogen werden – vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen. Der Handel der Class-A-Aktien unter dem Kürzel XRPN soll am oder um den 12. Oktober starten.
Ursprünglich war geplant, die Transaktion am 7. Oktober zu schließen und die Aktie einen Tag später zu listen. Die Aktionäre von Armada II hatten der Fusion bereits am 30. September zugestimmt. Den neuen Zeitplan führt das Unternehmen auf „eine administrative Verzögerung zurück, die voraussichtlich keinen Einfluss auf den Vollzug hat“.
An den wirtschaftlichen Konditionen der Transaktion wurden bislang keine Änderungen bekannt.
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XRP-Schatzbestand
Zum Closing rechnet Evernorth damit, rund 473 Millionen XRP zu halten und wäre damit nach eigener Darstellung das größte börsennotierte Unternehmen, das sich ausschließlich auf diesen Token konzentriert. Die Transaktion soll brutto rund 300 Millionen US‑Dollar an Barmitteln einbringen – davon 225 Millionen aus Private Placements, 30 Millionen aus Wandelanleihen und rund 48 Millionen aus dem Treuhandkonto von Armada II. Zu den Unterstützern zählen Ripple, SBI Group, Pantera Capital, Kraken, GSR und Arrington Capital.
Die bereits unter dem Ticker XRPN gehandelten Armada-II-Aktien verloren am 6. Oktober 50,32 % und schlossen bei 19,20 US‑Dollar. Damit kehrte sich eine Rally um, die sich im Vorfeld des Zusammenschlusses aufgebaut hatte. Der Kurs bezieht sich jedoch noch auf die Mantelgesellschaft vor Vollzug, nicht auf das fusionierte Evernorth.
Marktbeobachter haben hervorgehoben, dass das Listing für sich genommen keine zusätzliche Nachfrage nach XRP erzeugt, da der Großteil des Token-Bestands bereits vor dem Börsengang von Investoren und Partnern eingebracht wurde.
Birla positioniert die Aktie dennoch als alternativen Zugang zum Token. In einer Erklärung vom 1. Oktober sagte er, der Gang an die Börse biete Anlegern „eine regulierte, transparente Möglichkeit, ein XRP-Engagement einzugehen“.
Schwankende XRP-Kurse
Das Börsendebüt fällt in eine Phase hoher Volatilität für XRP. Der Token beendete das dritte Quartal zwar mehr als 40 % im Plus, gab danach aber nach – von etwa 1,53 auf 1,39 US‑Dollar bis zum 8. Oktober im Zuge eines breiteren Krypto-Abverkaufs. Der anonyme Analyst EGRAG Crypto betonte, Käufer müssten die Zone zwischen 1,55 und 1,60 US‑Dollar zurückerobern, um das kurzfristig bärische Bild zu drehen, und nannte 1,37 US‑Dollar als potenzielle Unterstützungsmarke für einen erneuten Test.
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