Kevin Warsh reichte eine 69-seitige Finanzoffenlegung ein, die Vermögenswerte von deutlich über 100 Mio. US‑Dollar offenlegt, mit Investitionen in Krypto, KI und Elon Musk’s SpaceX.
Warshs Krypto-Portfolio
Präsident Donald Trump’s Kandidat für den Vorsitz der Federal Reserve übermittelte die Unterlagen am Dienstag im Rahmen seines Bestätigungsverfahrens an das US‑Office of Government Ethics.
Das Dokument zeigt zwei Investments in den Juggernaut Fund LP, die jeweils mit mehr als 50 Mio. US‑Dollar bewertet werden und mit seiner Beratertätigkeit für das Family Office des Milliardärs Stanley Druckenmiller zusammenhängen.
Seine Krypto-Bestände umfassen eine breite Palette von Projekten.
Dazu gehören das Blockchain-Netzwerk Solana (SOL), die Ethereum-(ETH)-Layer‑2‑Netzwerke Blast und Optimism, das DeFi‑Lending‑Protokoll dYdX, das NFT-Unternehmen Dapper Labs und die Krypto‑Risikokapitalfirma Polychain. Warsh hält außerdem Positionen an der Bitcoin-(BTC)-Handelsplattform Flashnet, der Ethereum‑Developer‑Plattform Tenderly sowie dem On‑Chain‑Social‑Media‑Startup DeSo.
Über Krypto hinaus legte Warsh Beteiligungen am Prognosemarkt Polymarket, an SpaceX und an Dutzenden von KI‑ und Biotech‑Startups offen.
Dazu zählen ein Unternehmen für eine „reversible männliche Verhütungslösung“ namens Contraline und der Hersteller „bionischer, bewegungsunterstützender Funktionskleidung“ Cionic.
Warsh hat zugesagt, sich von diesen Beteiligungen zu trennen, falls er bestätigt wird.
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Tillis’ Blockade der Bestätigung
Trotz breiter Unterstützung im Kongress steht Warsh vor einem komplizierten Bestätigungsprozess. Der republikanische Senator Thom Tillis aus North Carolina hat angekündigt, jeden Fed‑Kandidaten zu blockieren, bis das Justizministerium die strafrechtlichen Ermittlungen gegen den amtierenden Fed‑Vorsitzenden Jerome Powell einstellt.
Powell gab im Januar bekannt, dass er im Zusammenhang mit der 2,5‑Milliarden‑US‑Dollar‑Renovierung des Fed‑Hauptsitzes in Washington untersucht werde.
Er erklärte, die Drohung mit strafrechtlichen Anklagen gehe direkt darauf zurück, dass er sich geweigert habe, Trumps Forderungen nach schnelleren Zinssenkungen nachzukommen. Obwohl das DOJ‑Verfahren erhebliche Rückschläge erlitten hat, scheint die Regierung entschlossen, die Ermittlungen fortzusetzen.
Zeitplan für Warshs Nominierung
Trump kündigte Warsh erstmals am 30. Januar 2026 als seinen Kandidaten an, und das Weiße Haus übermittelte die Nominierung am 4. März offiziell an den Senat. Der Bankenausschuss des Senats hatte ursprünglich eine Anhörung am 16. April ins Auge gefasst, verschob diese jedoch, nachdem Warshs Finanzunterlagen nicht rechtzeitig eingegangen waren.
Da die Offenlegung nun eingereicht ist, könnte eine Anhörung bereits in der Woche vom 21. April stattfinden.
Powells Amtszeit als Fed‑Vorsitzender endet am 15. Mai, und die Regierung hat erklärt, sie sei zuversichtlich, dass Warsh bis dahin im Amt sein wird. Warsh war bereits von 2006 bis 2011 Fed‑Gouverneur und damals die jüngste jemals in den Vorstand berufene Person. In dieser Zeit spielte er eine zentrale Rolle bei den Bankenrettungen nach der Finanzkrise von 2008.
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