Binance‑Mitgründer Changpeng Zhao, allgemein als CZ bekannt, hat einer Forbes‑Schätzung widersprochen, die sein Vermögen auf 110 Milliarden Dollar bezifferte und ihn auf Platz 17 der jährlichen Liste der reichsten Menschen der Welt – noch vor Bill Gates – einordnete. Er bezeichnete die Zahl als Ergebnis fehlerhafter Logik in einem Markt, in dem Bitcoin (BTC) und Kryptopreise in diesem Jahr bereits um mehr als 50 % gefallen sind.
Was geschah: Forbes‑Vermögensschätzung umstritten
Forbes schätzte am Dienstag, dass Zhaos Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 47 Milliarden Dollar auf 110 Milliarden Dollar gestiegen sei und ihn damit unter die 20 reichsten Menschen der Welt bringe. Der Großteil dieser Bewertung stammt von Binance selbst, das Forbes auf rund 100 Milliarden Dollar taxierte – basierend auf Gesprächen mit Brancheninsidern und Vergleichen mit dem börsennotierten Rivalen Coinbase.
Gerichtsdokumente aus der Untersuchung gegen Binance deuten darauf hin, dass Zhao etwa 90 % der Börse besitzt, die rund 38 % des weltweiten Krypto‑Handelsmarktanteils hält.
Forbes räumte ein, dass einige von Zhaos Vermögenswerten – darunter ein auf rund 1.400 BTC geschätzter Bestand und BNB‑Bestände (BNB) – im Laufe des vergangenen Jahres um etwa 25 % gefallen sind, kam jedoch zu dem Schluss, dass allein die Börse selbst wahrscheinlich einen Verkaufspreis im zwölfstelligen Bereich erzielen würde, selbst nach Anwendung eines Abschlags dafür, dass sie weitgehend außerhalb der US‑Regulierung operiert.
In einer Reihe von Beiträgen auf X sagte Zhao, die Schätzungen seien „definitiv nicht korrekt“, und bezeichnete die Liste als eine „Rate‑eine‑Zahl“‑Übung. Er wies darauf hin, dass BTC‑ und BNB‑Preise seit ihren Höchstständen 2025 bereits um über 50 % und seit ihren Eröffnungswerten 2026 um 25 % gefallen seien.
„Die Kryptopreise sind 2026 bereits um mehr als 50 % gefallen. Und mein Vermögen ist gestiegen?“, schrieb er.
Er verglich seine Situation mit ByteDance‑Gründer Zhang Yiming, dessen Unternehmen Schätzungen zufolge 150 Milliarden Dollar Jahresumsatz erzielt, während Forbes dessen Vermögen auf 69 Milliarden Dollar taxiert, während die nicht offengelegten Umsätze von Binance auf rund 5 Milliarden Dollar geschätzt werden, was für Zhao dennoch zu einer Bewertung von 110 Milliarden Dollar geführt habe.
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Warum es wichtig ist: Mängel bei der Messung von Krypto‑Vermögen
Der Streit verdeutlicht die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Bewertung privat gehaltener Kryptounternehmen und der mit ihnen verbundenen Vermögen. Anders als börsennotierte Unternehmen wie Coinbase legt Binance keine Finanzberichte offen, sodass Vermögensschätzer auf Marktanteilsvergleiche und Branchenschätzungen angewiesen sind.
Anfang dieses Jahres führte der eigene Echtzeit‑Tracker von Forbes Zhao zum 10. Februar 2026 mit 78,78 Milliarden Dollar, während der Billionaires Index von Bloomberg ihn zur gleichen Zeit mit 52,2 Milliarden Dollar ansetzte – eine Differenz von mehr als 26 Milliarden Dollar allein zwischen diesen beiden Trackern. Die große Spannbreite unterstreicht, wie intransparente Eigentümerstrukturen bei Börsen und volatile Token‑Bestände je nach Methodik zu stark abweichenden Ergebnissen führen können.
Zhao, der im vergangenen Jahr von US‑Präsident Donald Trump begnadigt wurde, scherzte, wenn er selbst ein hohes Vermögen beanspruchen würde, würde Forbes ihn wahrscheinlich niedriger einstufen oder ganz von der Liste streichen. „Sie schätzen gern das Gegenteil“, schrieb er.
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