Drei Personen, die sich als Polizisten ausgaben, zwangen ein Ehepaar Ende fünfzig während eines frühen morgendlichen Wohnungseinbruchs in Le Chesnay, Yvelines, Frankreich, unter Messerbedrohung dazu, den Gegenwert von 900.000 € in Bitcoin (BTC) zu übertragen.
Was geschah: Bewaffneter Wohnungseinbruch
Die Angreifer kamen am frühen Montagmorgen an und gaben sich als Polizisten aus, woraufhin die Frau ihre Haustür öffnete. Sie wurde sofort zusammen mit ihrem Ehemann ins Haus gedrängt; der Mann wurde auf dem Sofa gefesselt, während einer der Täter ein Messer zog und damit drohte, die Frau anzugreifen, falls die Überweisung nicht abgeschlossen würde.
Das Paar leistete Folge. Gegen 9 Uhr morgens flohen die drei Täter in einem weißen Lieferwagen. Erst dann konnte die Frau – leicht verletzt während der ersten Auseinandersetzung – ihren Ehemann losbinden und die Nachbarn um Hilfe rufen.
Es wurden bislang keine Festnahmen vorgenommen.
Die Staatsanwaltschaft von Versailles hat laut TF1 ein Ermittlungsverfahren wegen Entführung und bewaffneten Raubüberfalls durch eine organisierte Bande sowie wegen krimineller Verschwörung eingeleitet. Der Fall wurde der Brigade de répression du banditisme (BRB) übertragen.
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Warum das wichtig ist: Zunehmender physischer Krypto-Diebstahl
Der Angriff von Le Chesnay ist Teil eines sich ausweitenden Musters gewaltsamer, realweltlicher Kryptowährungsraubüberfälle. Am 4. März verlor ein erfahrener Trader mit dem Namen „Mr Silly“ rund 24 Millionen US‑Dollar durch eine Kombination aus Address-Poisoning und einem Offline-Raubüberfall, wie Bitcoinist berichtete.
Im November 2025 drang ein bewaffneter Räuber, der sich als Lieferbote ausgab, in ein Haus in San Francisco ein, fesselte den Bewohner und stahl Kryptowährungen im Wert von 11 Millionen US‑Dollar.
Frankreich verzeichnet einen besonderen Anstieg. Im Januar vergangenen Jahres wurde der Ledger-Mitgründer David Balland entführt und später von der Polizei befreit. Am 12. Februar wurde der Leiter von Binance Frankreich von drei vermummten Personen bei einem gescheiterten Wohnungseinbruch in seiner Wohnung im Val-de-Marne ins Visier genommen, wie das französische Medium RTL News berichtet. TF1 meldet, dass Entführungen, die sich gegen Krypto-Inhaber in Frankreich richten, seit Anfang 2025 zugenommen haben.
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