Forscher knackt 15-Bit-Bitcoin-Schlüssel beim bisher größten Quantenangriff

Camille MeulienApr, 24 2026 14:33
Forscher knackt 15-Bit-Bitcoin-Schlüssel beim bisher größten Quantenangriff

Der unabhängige Forscher Giancarlo Lelli leitete mithilfe eines öffentlich zugänglichen quantum computer einen 15-Bit-Elliptic-Curve-Schlüssel her, wie Project Eleven vor etwa einer Stunde bekannt gab.

Die Leistung brachte Lelli ein Kopfgeld von 1 Bitcoin (BTC) ein und stellte einen Rekord als bisher größter Quantenangriff auf Elliptic-Curve-Kryptografie auf.

Was passiert ist

Project Eleven runs ein offenes Kopfgeldprogramm, das darauf abzielt, die kryptografischen Grundlagen von Bitcoin einem Stresstest zu unterziehen.

Das Programm lädt Forschende ein, immer größere Elliptic-Curve-Schlüssel mit echter Quantenhardware anzugreifen. Lelli nahm einen 15-Bit-Schlüssel ins Visier, den bislang größten, der in diesem Rahmen erfolgreich gebrochen wurde. Project Eleven bestätigte das Ergebnis und vergab den Preis von 1 BTC nach Überprüfung der Herleitung.

Elliptic-Curve-Kryptografie sichert Bitcoin-Wallets. Ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte theoretisch aus öffentlichen Schlüsseln private Schlüssel ableiten. Der aktuelle Meilenstein liegt jedoch weit unter der 256-Bit-Schlüssellänge, die Bitcoin tatsächlich verwendet.

Warum 15 Bit wichtig sind – und warum nicht

Forschende sind sich weitgehend einig, dass das Brechen eines 256-Bit-Elliptic-Curve-Schlüssels einen Quantencomputer erfordert, der um Größenordnungen leistungsfähiger ist als alles, was heute öffentlich verfügbar ist. Die Lücke zwischen 15 Bit und 256 Bit ist nicht inkrementell. Sie zu schließen, würde Millionen stabiler logischer Qubits erfordern – ein Niveau, das bislang keine Maschine annähernd erreicht.

Dennoch behandelt Project Eleven diese Benchmarks als bedeutende Fortschrittsmarker. Jeder erfolgreiche Angriff auf eine größere Schlüssellänge bringt das Verständnis des Zeitplans der Bedrohung voran.

Hintergrund

Die potenziellen Auswirkungen des Quantencomputings auf Bitcoin werden in Kryptografiekreisen seit über einem Jahrzehnt diskutiert. Anfang dieses Jahres kehrten Sorgen um die „Quantum Readiness“ in die Mainstream-Kryptodiskussion zurück, nachdem mehrere Hardwarefirmen Fortschritte bei der Qubit-Stabilität meldeten. Yellow.com berichtete über verwandte Entwicklungen in Bezug auf Bitcoins sich verändernde makroökonomische Korrelationen, einschließlich der (see prior Yellow coverage) von Bitcoin gegenüber dem Dollar, die vor nur zwei Stunden verzeichnet wurde. Die grundsätzliche Frage, wie sich das Bitcoin-Protokoll an eine glaubwürdige Quantenbedrohung anpassen würde, bleibt auf Entwickler:innenebene ungelöst.

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Wie es weitergeht

Project Eleven hat noch keine nächste Kopfgeldstufe angekündigt. Die Organisation wird voraussichtlich eine vollständige technische Ausarbeitung von Lellis Methode veröffentlichen. Entwickler:innen in der Bitcoin-Community haben in der Vergangenheit Post-Quanten-Signaturschemata als längerfristigen Upgrade-Pfad diskutiert, aber kein formaler Vorschlag hat bislang das Implementierungsstadium erreicht.

Das rekordverdächtige Ergebnis hält das Risiko quantenbezogener Kryptografie auf dem Radar der Forschung, ohne bei heutigen Bitcoin-Halter:innen unmittelbaren Alarm auszulösen.

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