Full Sail stellt Betrieb ein, nachdem Sui-Hack über 91.000 Dollar aus drei Vaults abzieht

A $91,000 oracle-linked attack forces Full Sail to wind down on Sui after three vaults were drained. (Image: Shutterstock)
A $91,000 oracle-linked attack forces Full Sail to wind down on Sui after three vaults were drained. (Image: Shutterstock)

Full Sail wickelt sein Protokoll auf Sui (SUI) ab, nachdem ein mit Switchboard verknüpfter Angriff rund 91.000 US‑Dollar aus drei Vaults abzog. Sicherheitsmängel sind damit offiziell der Grund für das Aus des Projekts.

Zentrale Punkte:

  • Ein Angreifer nutzte eine kompromittierte Oracle-Signaturkette, manipulierte Preise und entleerte so rund 91.000 US‑Dollar aus drei Full-Sail-Vaults.
  • Laut Full Sail fließt die verbleibende Protokollliquidität vorrangig an Nutzer, eventuelle Lücken deckt das Team aus eigener Tasche.
  • Die Schließung reiht sich in eine wachsende Liste von Krypto-Projekten ein, die 2026 eingestellt, stillgelegt oder in die Insolvenz geschickt wurden.

Der Full-Sail-Hack

Full Sail hatte bereits mit der Abwicklung begonnen, nachdem der Angriff vom 29. August bestätigt worden war. Betroffen waren automatisierte Vaults, während direkte Positionen in den Liquiditätspools unangetastet blieben.

Nach Angaben von Full Sail missbrauchte der Angreifer produktiven Switchboard-Code, der festlegt, wer Oracle-Preis-Updates signieren darf, und fügte einen eigenen Schlüssel hinzu. „Dies war kein Kompromiss eines Admin-Schlüssels von Full Sail“, betonte das Team.

Sobald das Netzwerk den neuen Schlüssel akzeptiert hatte, wirkten die manipulierten Preis-Feeds legitim. Der Angreifer konnte Kurse auf etwa ein Hundertstel des Marktpreises drücken, bevor er in die betroffenen Vaults einzahlte. Nach anschließender Rückstellung der Preise ließ sich ein deutlich höherer Betrag abheben als ursprünglich eingezahlt. Full Sail stoppte Ein- und Auszahlungen, nachdem der Vorfall bestätigt war.

Virtue meldete unabhängig davon rund 455.000 US‑Dollar Verlust im Zusammenhang mit demselben Switchboard-Vorfall. Switchboard erklärte, Mitwirkende hätten daraufhin sein Netzwerk auf Aptos (APT), Sui, Iota (IOTA) und Movement (MOVE) angehalten. Full Sail zufolge hatte Switchboard bis zum 1. September weder die angeforderten technischen Details geliefert noch Entschädigungen zugesagt, während Mysten Labs ein Ersuchen um finanzielle Unterstützung dem Vernehmen nach ablehnte. „Sämtliche verbleibende, vom Protokoll gehaltene Liquidität geht an die Nutzer, und das Team trägt das Defizit, damit die Community-Einleger zuerst entschädigt werden“, erklärte Full Sail.

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Schließungswelle bei Krypto-Protokollen

Der Fall sticht hervor, weil bereits ein Schaden von rund 91.000 US‑Dollar ausreichte, um das Protokoll zu beenden. Er zeigt, wie Ausfälle externer Preis-Infrastruktur zu einem existenziellen Betriebsrisiko für kleinere DeFi-Projekte werden können. Full Sail kündigte an, einen ausführlichen Incident-Report zu veröffentlichen, der sowohl den Angriff als auch die Entscheidung zur Abwicklung erläutert.

Mehrere weitere Krypto-Projekte haben 2026 nach Sicherheitsvorfällen den Betrieb eingestellt.

Summer.fi wickelte sein Geschäft nach einem Exploit über 6 Millionen US‑Dollar in seinem Lazy Summer Protocol ab, während Radiant Capital seine DAO-Aktivitäten im Juni einstellte – 18 Monate nach einem Verlust von über 50 Millionen US‑Dollar. Step Finance und SolanaFloor schlossen bereits im Februar nach einem Angriff auf ihre Treasury.

Die Gesamtzahl der Schließungen geht indes über reine Hacks hinaus. Laut RootData wurden 2026 insgesamt 204 Krypto-Projekte eingestellt, stillgelegt oder für insolvent erklärt. Full Sail reiht sich damit in eine breitere Konsolidierungswelle ein, die sowohl Sicherheitsprobleme als auch andere Ursachen umfasst.

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Mehjabeen Arsiwala

Mehjabeen Arsiwala ist Journalistin und berichtet über Krypto-Nachrichten, DeFi, Börsen, Trading und Marktanalysen. In den vergangenen drei Jahren hat sie sich auf die Trends und Narrative konzentriert, die die Märkte für digitale Vermögenswerte prägen – von Kursbewegungen und Prognosen bis hin zu Entwicklungen an Börsen und On-Chain-Signalen. Sie ist auf klare Berichterstattung spezialisiert, die den Leserinnen und Lesern hilft zu verstehen, was am Markt geschieht und warum es wichtig ist.

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