Globale gold ETFs verzeichneten im April Zuflüsse von 6,6 Milliarden US‑Dollar und machten damit den Rekordabfluss von 12 Milliarden US‑Dollar im März rückgängig, als Anleger in allen Regionen wieder in Gold zurückkehrten.
Rückkehr der Gold-ETF-Zuflüsse
Physisch besicherte Gold-ETFs drehten im vergangenen Monat nach dem stärksten monatlichen Abverkauf aller Zeiten wieder ins Plus, wie der World Gold Council berichtet. Die Erholung erfasste alle Regionen, wobei europäische Fonds die Führungsrolle beim Rebound übernahmen.
Europäische Produkte nahmen 3,7 Milliarden US‑Dollar auf, asiatische Fonds legten 1,8 Milliarden US‑Dollar zu, und nordamerikanische Fonds verzeichneten Zuflüsse von 1 Milliarde US‑Dollar.
Die Rotation im April erhöhte das gesamte verwaltete Vermögen gegenüber dem Vormonat um 1 % auf 615 Milliarden US‑Dollar. Die kombinierten Bestände stiegen um 45 Tonnen auf 4.137 Tonnen, den dritthöchsten Stand aller Zeiten und nur knapp unter dem Rekordhoch von 4.176 Tonnen vom 27. Februar.
Die Zuflüsse seit Jahresbeginn belaufen sich nun auf 19 Milliarden US‑Dollar. Indien verlängerte seine Serie auf 11 Monate in Folge mit Zuflüssen von 297 Millionen US‑Dollar, während Japan 246 Millionen US‑Dollar anzog.
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Warum die Rotation wichtig ist
Analysten führen den europäischen Anstieg auf geopolitische Risiken zurück. Der World Gold Council erklärte, positive Zuflüsse „scheinen mit erhöhten geopolitischen und geoökonomischen Risiken verbunden zu sein“, wobei das Vereinigte Königreich, die Schweiz und Deutschland alle einen bedeutenden Beitrag leisteten.
Mit der Rückkehr der Zuflüsse stabilisierte sich der Goldpreis. Gold gab im April um 1,12 % nach, nachdem es im März um 13 % eingebrochen war – der schlechteste Monat für das Metall seit 2008.
Der Preisrückgang folgte auf ein Rekordhoch von rund 5.400 US‑Dollar je Unze Anfang März, bevor die Korrektur an Futures-, ETF- und Optionsmärkten einsetzte.
Chinas stetige Nachfrage
Die People's Bank of China kaufte auch während der Volatilität weiter. Die Zentralbank fügte im April rund 260.000 Unzen hinzu – den 18. monatlichen Kauf in Folge und den größten seit Ende 2024. Die offiziellen Bestände liegen nun bei rund 74,64 Millionen Feinunzen im Wert von etwa 344 Milliarden US‑Dollar.
Die PBoC nahm ihre Käufe im November 2024 nach einer sechsmonatigen Pause wieder auf. Zentralbanken weltweit erwarben im ersten Quartal 244 Tonnen Gold – mehr als im vorangegangenen Quartal und über dem Fünfjahresdurchschnitt, wie Daten des World Gold Council zeigen. Laut Analysten unterstützt das eine breitere Diversifizierung der Reserven weg von Dollar-Vermögenswerten.
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