Goldman Sachs ist laut Regulierungsdaten im ersten Quartal vollständig aus seiner XRP‑ETF‑Position im Wert von 154 Millionen US‑Dollar ausgestiegen und hat sich von seinen Solana‑Beständen getrennt.
Goldman Sachs leert Altcoin‑ETFs im Q1‑Bericht
Die Wall‑Street‑Bank legte diese Schritte in ihrem Form‑13F‑Bericht offen, einer vierteljährlichen Momentaufnahme, die institutionelle Manager mit mehr als 100 Millionen US‑Dollar an Vermögenswerten bei der U.S. Securities and Exchange Commission einreichen müssen.
Die Bank räumte jede einzelne Aktie in den XRP‑Fonds von Bitwise, Franklin Templeton, Grayscale und 21Shares ab – zusammen mit ihrem gesamten Solana‑Buch.
Ihr Solana‑Engagement hatte vor dem Ausstieg rund 108 Millionen US‑Dollar erreicht, verteilt auf Produkte von Bitwise, Fidelity, Grayscale, VanEck, Franklin und 21Shares.
Goldman kürzte zudem seine Ethereum‑ETF‑Position (ETH) um rund 70 % und ließ knapp 114 Millionen US‑Dollar in den Büchern, während mehr als 700 Millionen US‑Dollar in Spot‑Bitcoin‑ETFs (BTC) geparkt blieben. Separat meldete die Bank eine neue Beteiligung an Hyperliquid Strategies im Wert von rund 3,33 Millionen US‑Dollar.
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Analysten deuten den taktischen Rückzug
Krypto‑Analyst Merlijn interpretierte die Neugewichtung als Überzeugungs‑Statement, das die Gewinner von den Verlierern im digitalen Asset‑Buch der Bank trennte.
Bloomberg Intelligence hatte Goldmans XRP‑Aufbau Ende 2025 bereits als Handelsdesk‑Facilitation und nicht als richtungsweisende Überzeugung eingestuft.
Der Ausstieg im ersten Quartal scheint diese Einschätzung zu bestätigen.
Die breitere ETF‑Nachfrage blieb trotz des Rückzugs stabil. XRP‑ETFs zogen im Mai 2026 rund 84 Millionen US‑Dollar an, während Solana‑Produkte im gleichen Zeitraum etwa 103 Millionen US‑Dollar einsammelten.
XRP‑ und Solana‑Entwicklung in den letzten Wochen
Der Ausstieg im ersten Quartal erfolgte, während beide Token in einen scharfen Drawdown rutschten. XRP liegt seit Jahresbeginn mehr als 26 % im Minus, und Solana hat über 30 % verloren, während Bitcoin und Ether um 10 % bzw. 28 % gefallen sind.
Goldmans gesamtes Krypto‑Buch besteht nun zu etwa sieben Achteln aus Bitcoin – eine Aufteilung, die Beobachter eher als Benchmark‑Konsolidierung denn als Rückzug aus digitalen Vermögenswerten deuten. Bloomberg‑Daten zeigten zudem, dass Ende des vergangenen Jahres nur 16 % der XRP‑ETF‑Vermögenswerte bei 13F‑Meldepflichtigen lagen, was bedeutet, dass Privatanleger weiterhin den Großteil tragen.
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