Tether International hat den gesamten Anteil von SoftBank an Twenty One Capital übernommen und damit die Rolle des japanischen Investors im Bitcoin-(BTC)-Treasury-Unternehmen beendet.
Tether konsolidiert die Kontrolle über XXI
Der Stablecoin-Emittent gab die Transaktion am Mittwoch bekannt; die Vertreter von SoftBank traten beim Abschluss gemäß der Aktionärsvereinbarung des Unternehmens aus dem Vorstand von Twenty One zurück. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Tether sagte nicht, welchen Preis es zahlte.
Twenty One Capital, das an der NYSE unter dem Ticker XXI gehandelt wird, debütierte im Dezember 2025 durch einen SPAC-Merger mit Cantor Equity Partners.
Das Unternehmen startete mit mehr als 43.500 BTC im Wert von rund 4 Milliarden Dollar zu diesem Zeitpunkt und rangierte damit als drittgrößter Bitcoin-Halter unter den Unternehmen.
SoftBank hatte rund 10.500 BTC in die Gründungsstruktur eingebracht, während Tether und Bitfinex den Großteil der Reserven stellten. Der Ausstieg des japanischen Konglomerats macht Tether zum unangefochtenen Mehrheitsaktionär.
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Ardoino signalisiert nächste Phase
Paolo Ardoino, der Vorstandschef von Tether, lobte SoftBank dafür, dem Projekt früh Glaubwürdigkeit verliehen zu haben, stellte den Aufkauf jedoch als einen Neustart dar. Er sagte, das Unternehmen hinterlasse eine Firma „mit einem stärkeren Fundament, einem klareren Auftrag und einem ehrgeizigen Weg nach vorn“.
Der Ausstieg verändert die Eigentümerstruktur und Governance von XXI und entfernt einen der drei Gründungssponsoren, die das von Strike-CEO Jack Mallers geführte Vorhaben unterstützt hatten.
Die Märkte reagierten verhalten.
Die XXI-Aktie stieg im vorbörslichen Handel am Mittwoch um 3,15 % auf 7,86 Dollar, auch wenn die Aktie im vergangenen Jahr 84 % verloren hat und die Marktkapitalisierung nun bei 2,64 Milliarden Dollar liegt.
Bitcoin-Strategie jenseits der Treasury-Funktion
Der Deal erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Tether vorgeschlagen hat, Twenty One gemeinsam mit Strike und dem Mining-Unternehmen Elektron Energy unter einer einzigen Holdinggesellschaft zu bündeln.
Die Kombination würde ein Bitcoin-Treasury, eine Zahlungsplattform und Mining-Infrastruktur in einem börsennotierten Unternehmen vereinen. Tethers vollständige Kontrolle könnte diese Neuausrichtung beschleunigen.
Twenty One hat sich als Gegenentwurf zu Michael Saylors Strategie positioniert und verfolgt Bitcoin Per Share und Bitcoin Return Rate statt klassischer Gewinnkennzahlen. Dieser Ansatz präsentiert das Unternehmen als Vehikel für direkten Bitcoin-Zugang.
Die ersten Monate von Twenty One an den öffentlichen Märkten waren turbulent.
Die Aktie stürzte beim Debüt im Dezember um 19 % ab und hat sich seitdem nicht erholt; die Profitabilität ist in weiter Ferne, bei Verlusten von 4,42 Dollar je Aktie in den vergangenen zwölf Monaten.
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