Google hat die Pixel-11-Reihe mit höheren Einstiegspreisen und weniger RAM in den Pro-Modellen vorgestellt – vor dem Hintergrund stark steigender Speicherpreise. Die Papiere der Google-Mutter Alphabet gaben am Mittwoch im Tagesverlauf frühe Kursgewinne wieder vollständig ab.
Wichtigste Punkte:
- Das Standardmodell Pixel 11 startet nun bei 899 US‑Dollar, 100 Dollar mehr als bisher.
- Die Pro-Modelle beginnen mit 12 GB RAM statt bislang 16 GB in der Basiskonfiguration, zudem verteuert sich das Fold ebenfalls um 100 Dollar.
- Alphabet-Aktien drehten von rund 0,6 % Plus zur Börseneröffnung auf etwa 0,2 % Minus, ohne nachweisbaren Zusammenhang mit dem Pixel-Launch.
Preise und Ausstattung der Google-Pixel-Modelle
Media berichtete am 12. August, dass Pixel 11, Pixel 11 Pro, Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold allesamt auf Googles Tensor-G6-Chip setzen und stärker KI-zentrierte Software erhalten, während die Hardware-Anpassungen vergleichsweise moderat ausfallen. Das Standard-Pixel 11 bekommt einen um 56 % größeren Hauptkamerasensor, 25-Watt-Wireless-Charging und einen kleineren Kamerabuckel. Beim Pro-Modell kommen ein helleres Display und ein um 30 % größerer Telefoto-Sensor hinzu.
Einige Kamerasensoren bleiben unverändert. Die Pro-Modelle starten nun mit 12 GB RAM, statt 16 GB in der letztjährigen Basisvariante. Zudem streicht Google den Körpertemperatur-Sensor und ersetzt ihn durch das LED-basierte HiLight-Benachrichtigungssystem.
Preislich legt fast die gesamte Familie zu: Das Pixel 11 kostet 899 US‑Dollar, das Pro 1.099 Dollar, das Pro XL 1.299 Dollar und das Fold 1.899 Dollar. Das Fold behält 256 GB Speicher in der Basisausstattung bei.
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TrendForce: Speicherpreise unter Druck
TrendForce schätzt, dass die Vertragspreise für LPDDR5X-Mobilarbeitsspeicher im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 78 % bis 83 % gestiegen sind – ein sprunghafter Anstieg, der den Kostendruck auf Smartphone-Hersteller verdeutlicht. Die höheren Preise setzen die Komponentenbudgets der Gerätehersteller massiv unter Druck.
Frühere Daten bezifferten die kombinierten Kosten einer Konfiguration mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher auf nahezu das Dreifache des Vorjahresniveaus.
Die Kursbewegung der Alphabet-Aktie belegt keinen Kausalzusammenhang mit dem Pixel-Event. Alphabet eröffnete rund 0,6 % im Plus und rutschte im weiteren Verlauf auf etwa 0,2 % ins Minus ab – während der Nasdaq-Index insgesamt im grünen Bereich blieb.
Der Launch unterstreicht zugleich, dass Google bei der Pixel-11-Reihe den Schwerpunkt klar auf KI-Funktionen in der Software legt, während zentrale Hardware-Spezifikationen nur punktuell überarbeitet werden. Die Angaben zur Akkulaufzeit bleiben weitgehend auf Vorjahresniveau. Verglichen mit den bisherigen Basiskonfigurationen verlangt Google für das Standard-Pixel 11 nun 100 US‑Dollar mehr, während bei den Pro-Modellen der Einstiegsspeicher von 16 GB auf 12 GB RAM reduziert wird.
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