Google hat vor dem Start des Pixel 11 am 12. August Preiserhöhungen für die komplette Pixel‑Palette bestätigt – und verweist dabei auf massiv gestiegene Speicherpreise von inzwischen 12 US‑Dollar pro Gigabyte.
Wichtigste Punkte:
- Google passt die Preise für die gesamte Pixel‑Familie an, inklusive der Pixel‑11‑Reihe zum 12. August.
- Ein Manager verweist auf eine Versechsfachung der RAM‑Kosten – von 2,80 US‑Dollar pro Gigabyte im Jahr 2025 auf 12 US‑Dollar heute.
- Durchgesickerte Händlerlisten sehen das Basismodell des Pixel 11 bei 899 US‑Dollar, nach 799 US‑Dollar für das Pixel 10.
Pixel‑11-Preissprung offiziell
Shakil Barkat, Vizepräsident für Geräte und Dienste bei Google, erklärte in einem Interview vergangene Woche, die Hardware-Sparte sei von einer „massiven, zulieferergetriebenen RAM-Krise“ getroffen worden.
Man habe Kundinnen und Kunden so lange wie möglich von den Preisschwankungen am Beschaffungsmarkt abgeschirmt, die Rahmenbedingungen hätten sich jedoch grundlegend verändert, so Barkat. Künftig würden Preisänderungen dynamisch über die gesamte Pixel‑Reihe hinweg ausgerollt.
Barkat verwies auf Analysen von Morgan Stanley, wonach der Preis für ein Gigabyte RAM von 2,80 US‑Dollar im Jahr 2025 auf aktuell 12 US‑Dollar gestiegen sei – ein nahezu sechsfacher Anstieg innerhalb von rund zwölf Monaten. Laut geleakten Händlerlisten liegt das Einstiegs‑Pixel‑11 künftig bei 899 US‑Dollar statt 799 US‑Dollar für das Pixel 10, die Pro‑Variante soll bei rund 1.099 US‑Dollar starten, das Pro XL bei rund 1.299 US‑Dollar.
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RAM-Knappheit stellt Smartphone-Preise auf den Kopf
Der Preisdruck entsteht nicht primär bei Google.
Speicherhersteller verlagern Fertigungskapazitäten hin zu Hochleistungs-Chips für KI‑Beschleuniger. Klassische DRAM‑Bausteine für Smartphones und Notebooks geraten dadurch in Engpass.
SK Hynix‑Chef Kwak Noh-jung hat in diesem Monat gewarnt, 2027 werde zum schlimmsten Versorgungsjahr der Branche, die Nachfrage der Kunden werde noch bis nach 2030 über der verfügbaren Kapazität liegen.
Samsung hat seine Preise für die Galaxy Z8 Foldables bereits angehoben.
Google reagiert teilweise über die Softwareseite. Barkat beschreibt eine konzernweite Initiative, die Speicheranforderungen von Android und dem App‑Ökosystem zu senken, damit Geräte mit weniger RAM ausgeliefert werden können, ohne sich für Nutzer langsamer anzufühlen.
Dünner Upgrade‑Zyklus beim Pixel 11
Leaks deuten darauf hin, dass das Hardware‑Update selbst eher moderat ausfällt. Erwartet werden vier Modelle, deren Designs, Displaygrößen und Auflösungen sich weitgehend am Vorjahr orientieren, ergänzt um einen Tensor‑G6‑Chip in 2‑nm‑Fertigung.
Beim Basismodell Pixel 11 und dem Pixel 11 Pro soll zudem die 128‑GB‑Variante entfallen; beide dürften direkt mit 256 GB starten, was den Preissprung etwas abfedert.
Google hatte den Einstiegspreis von 799 US‑Dollar sowohl beim Pixel 9 als auch beim Pixel 10 gehalten und gestiegene Komponentenpreise intern aufgefangen, statt sie weiterzugeben.
Barkat stellte nun in Aussicht, dass auch bereits im Handel befindliche Modelle – Branchenkreise gehen insbesondere vom Pixel 10a aus – nach oben angepasst werden.
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