Elon Musk sieht bei xAI Grok 5 als das Modell, das die Schwelle zur künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) überschreiten könnte – und setzt das eigentliche AGI‑Ziel damit klar jenseits der geplanten Releases Grok 4.8 und Grok 4.9.
Zentrale Punkte:
- Grok 4.8 mit 2,5 Billionen Parametern soll diese Woche das Training abschließen, bevor die Phase des Reinforcement Learning startet.
- Musk ordnet Grok 4.7 in etwa auf dem Niveau von Anthropic’s Opus 5.0 ein, sieht aber noch deutlichen Nachholbedarf bei multimodalen Fähigkeiten.
- Für seine Grok-5‑Aussage nannte Musk weder konkrete Benchmarks noch einen Zeitplan für das Erreichen von AGI.
Musks Grok‑Fahrplan
Am 14. September schrieb Musk auf X, Grok 4.8 – ein 2,5‑Billionen‑Parameter‑Modell auf Basis des neuen C++‑Software‑Stacks von xAI – solle sein Training innerhalb einer Woche abschließen und anschließend in die Reinforcement‑Learning‑Phase übergehen. Auf die Frage, wie nahe dieses Modell an AGI herankomme, antwortete er: „Das wird Grok 5 sein.“
Zudem erklärte Musk, Grok 4.7 sei grob vergleichbar mit Anthropic’s Opus 5.0 – in einigen Bereichen stärker, in anderen schwächer. Gleichzeitig räumte er ein, dass xAI die multimodale Performance noch deutlich verbessern müsse.
Grok 4.8 solle spürbare Fortschritte bringen, Grok 4.9 dann Leistungswerte auf „Astra‑ oder Fable‑Klasse“ erreichen. Grok 5 wiederum könne „vielleicht besser sein als alles andere“ am Markt, schränkte Musk jedoch mit dem Zusatz „Wir werden sehen“ ein. Konkrete Benchmarks legte er für diese Prognose nicht vor.
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AGI‑Risiken nach Amodei
Unter AGI versteht man in der Regel Systeme, die menschliche Leistungsfähigkeit bei einem breiten Spektrum geistiger Aufgaben erreichen oder übertreffen – nicht nur in eng umgrenzten Spezialfeldern. Die Tragweite von Musks Plänen ist umso größer, als xAI seine Kapazitäten über große Rechencluster und Datenbestände aus X und SpaceX rasant hochgefahren hat. In den Debatten um „Frontier‑KI“ geht es dabei um Kontrolle, Missbrauchsrisiken, Arbeitsplatzverluste und die Machtkonzentration in wenigen Technologiekonzernen.
Musks aktuelle AGI‑Behauptungen lassen sich daher bislang kaum belastbar einordnen.
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt: Musk äußerte sich an dem Tag, an dem er auch den Appell von Anthropic‑CEO Dario Amodei unterstützte, die Weiterentwicklung der Fähigkeiten führender KI‑Modelle aus Sicherheitsgründen zu verlangsamen. Gleichzeitig argumentiert Musk seit Langem, dass fortgeschrittene KI das globale Wirtschaftswachstum massiv beschleunigen und Durchbrüche in Wissenschaft, Robotik und Softwareentwicklung ermöglichen könnte. Grok 5 ist nun das Modell, mit dem er diese Wette verknüpft.
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