Hyperliquid (HYPE) hat sein HIP‑4‑Framework aktualisiert, sodass Netzwerk‑Validatoren Prognosemärkte zu Realwelt‑Ereignissen veröffentlichen und auflösen können – externe Orakelanbieter entfallen damit.
Zentrale Punkte:
- Hyperliquid hat sein HIP‑4‑System erweitert, sodass Validatoren über die Einführung und Abwicklung „kanonischer“ Märkte rund um Off‑Chain‑Ereignisse abstimmen.
- Die Änderung macht separate Orakelanbieter überflüssig, da das Validator‑Set selbst als Abwicklungsschicht fungiert.
- HYPE notierte nach den Neuigkeiten nahe 62 US‑Dollar und hielt einen Zuwachs von rund 36 % in der vergangenen Woche.
Hyperliquid‑Validatoren ersetzen externe Orakel
Die Änderung wurde am Montag über den offiziellen Telegram‑Kanal von Hyperliquid angekündigt. Das Team erklärte dort, dass die Plattform nun kanonische Ergebnis‑Märkte unterstützt, die mit Off‑Chain‑Ereignissen verknüpft sind.
Märkte können jetzt über automatisierte Newsfeed‑Software erstellt und verwaltet werden, die auf denselben Validator‑Systemen läuft, welche die Hyperliquid‑Blockchain absichern.
Validatoren stimmen darüber ab, ob ein Markt live gehen soll und wie er abgerechnet wird. Diese Stimmen berücksichtigen mehrere Faktoren, darunter ob die Regeln eindeutig sind und wie der Markt in puncto Gesamtqualität abschneidet.
Das Ergebnis ist ein geschlossener Kreislauf: Dieselben Betreiber, die Transaktionen validieren, entscheiden auch über die kanonischen Marktergebnisse, statt diese Aufgabe an einen externen Anbieter zu delegieren.
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Warum die HIP‑4‑Änderung für DeFi wichtig ist
Prognosemärkte waren lange vom sogenannten Orakel‑Problem geprägt – der Herausforderung, verlässliche Realwelt‑Daten ohne Vertrauen in eine einzelne Quelle auf eine Blockchain zu bringen.
Ein Hyperliquid‑Entwickler mit dem Namen Yaigourth brachte das Upgrade klar auf den Punkt und schrieb, die Plattform habe „die Notwendigkeit externer Orakel entfernt“. Er ergänzte, dass das Validator‑Set nun selbst das Orakel sei.
Er stellte außerdem einen Vergleich zu Wettbewerbern an: Polymarket stützt sich auf ein dezentrales „optimistisches Orakel“ namens UMA, während Kalshi ein zentrales Modell betreibt.
Die Verlagerung der Abwicklung in die Hände der Validatoren fügt eine Qualitätskontrolle hinzu, die rein automatisierte Feeds verpassen können. Gleichzeitig bündelt sie Macht, da Validatoren entscheiden, welche Märkte zugelassen werden und wie Streitfälle ausgehen.
Zeitplan der HIP‑4‑Einführung
Hyperliquid hat HIP‑4 erstmals am 2. Februar 2026 vorgestellt und als Primitive für vollständig besicherte Kontrakte beschrieben, die zwischen 0 und 1 abgerechnet werden. Ergebnis‑Märkte erreichten am 2. Mai das Mainnet in einer begrenzten Einführung, mit nur zwei Märkten, die beide vom Hyperliquid‑Team betrieben wurden. Permissionless‑Deployments, die es externen Entwicklern ermöglichen sollen, HYPE zu staken, um eigene Märkte zu starten, sind bislang noch nicht aktiv.
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