IBM setzt nach 25%-Kurssturz auf OpenAI GPT‑5.6

Certified consultants, GPT-5.6 and IBM Consulting Advantage anchor the OpenAI deal that follows a 25% stock crash. (Image: Shutterstock)
Certified consultants, GPT-5.6 and IBM Consulting Advantage anchor the OpenAI deal that follows a 25% stock crash. (Image: Shutterstock)

IBM will OpenAIs GPT‑5.6 tief in seine Beratungsplattform einbinden und eine eigene, auf diese Technologie fokussierte Einheit aufbauen – nur einen Monat nach einem Kurseinbruch der Aktie um 25 % an einem einzigen Handelstag.

Zentrale Punkte:

  • IBM integriert OpenAI-Frontier-Modelle, Codex und ChatGPT Work in die Plattform IBM Consulting Advantage.
  • Eine dedizierte OpenAI Practice soll mit Tausenden Beratern und Ingenieuren mit Experten-Zertifizierungen besetzt werden.
  • Die Vereinbarung folgt einen Monat, nachdem IBM im schwächsten Handelstag seiner Geschichte 25 % an Börsenwert verlor.

IBM Consulting Advantage nimmt GPT‑5.6 auf

IBM hat die Partnerschaft am Donnerstag bekanntgegeben und zunächst Finanzdienstleister, Behörden, Telekommunikationsanbieter und den Handel als Zielbranchen genannt.

Die Vereinbarung sieht vor, dass OpenAI-Frontier-Modelle sowie die Produkte Codex und ChatGPT Work in IBM Consulting Advantage aufgehen. Über diese Plattform liefert der Konzern Beratungsleistungen unter anderem für Finanz-, Einkaufs- und HR-Abteilungen.

Spezialisierte Teams aus Ingenieuren und Beratern, die über das OpenAI Partner Network geschult wurden, sollen die Lösungen direkt bei Kunden in stark regulierten Branchen ausrollen. IBM steigt zudem in die Elite-Partnerstufe von OpenAI auf und etabliert eine eigenständige OpenAI Practice mit Tausenden Expertinnen und Experten mit hochrangigen Zertifizierungen.

Auch interessant: Vier Trader setzen 343 Mio. Dollar gegen Bitcoin – einer knickt bereits ein

Andy Baldwin rückt das Sicherheitsproblem in den Fokus

Andy Baldwin, globaler Senior Vice President von IBM Consulting, sagte laut einem Bericht von Investing.com, Unternehmen investierten derzeit rasant in KI, suchten aber vor allem nach praktikablen Wegen, sie entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verankern.

Das Haupthindernis sei weniger der Zugang zur Technologie an sich als vielmehr die sichere, skalierbare Integration in hochkomplexe IT-Landschaften.

Denise Dresser, Chief Revenue Officer bei OpenAI, beschreibt die Kooperation als Verbindung von Transformations-Know-how mit Implementierungen, die klar an geschäftlichen Prioritäten ausgerichtet sind. Beide Unternehmen nennen drei Schwerpunkte: Alt-Systeme und Legacy-Prozesse, Modernisierung der Applikationslandschaft sowie Cyberabwehr.

Die Sicherheitsachse knüpft an IBMs frühere Beteiligung am OpenAI Daybreak Cyber Partner Program an. Künftig sollen OpenAI-Modelle mit IBM Autonomous Security kombiniert werden – einem Multi-Agenten-Dienst für koordinierte Gegenmaßnahmen und Bedrohungsanalyse. Im Fokus stehen dabei Modellrisiken, Schwachstellen auf Anwendungsebene und Governance-Lücken, die sichtbar werden, sobald KI-Lösungen in den Produktivbetrieb gehen.

Arvind Krishna sucht nach dem Q2-Dämpfer den Neustart

Die Ankündigung folgt auf eine harte Phase für den Beratungs- und Infrastrukturgiganten. Vorstandschef Arvind Krishna hatte Investoren im Juli eingeräumt, IBM habe sich nicht schnell genug angepasst, während Großaufträge später als erwartet zustande kamen. Der vorläufige Umsatz im zweiten Quartal lag bei 17,2 Milliarden US‑Dollar, ein Plus von 1 %, während das bereinigte Ergebnis mit 2,93 US‑Dollar je Aktie unter den Prognosen von rund 3,01 US‑Dollar blieb.

Die Aktie brach am 14. Juli um 25 % ein – der stärkste Tagesverlust in der Geschichte des IBM-Papiers und damit noch heftiger als der Einbruch um 23,7 % während des Crashs im Oktober 1987. Das Management kappte daraufhin die Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr auf 4 % bis 5 %.

Am Dienstag unterzeichnete IBM zudem einen mehrjährigen Vertrag über 240 Millionen US‑Dollar mit Together AI, um Nvidia-Systeme vom Typ HGX B300 in der IBM Cloud zu betreiben. Die zusätzliche Kapazität soll im ersten Quartal 2027 verfügbar sein.

Weiterlesen: Verkaufsdruck auf XRP fällt auf 0,86 – niedrigster Stand seit Mai

Alexey Bondarev profile photo

Alexey Bondarev

Alexey Bondarev ist Head of Content bei Yellow.com und berichtet seit 10 Jahren über Krypto. Er ist auf tiefgehende Research- und Learn-Artikel spezialisiert, mit Schwerpunkt auf analytischer Berichterstattung, Branchenkontext und den größeren Kräften, die den Kryptomarkt prägen – von der KI-Ära und Sicherheitstechnologien bis hin zu Innovationen im Fintech-Bereich. Er ist überzeugt, dass alles Digitale in naher Zukunft alles Analoge überholen wird, und arbeitet intensiv daran, dies Wirklichkeit werden zu lassen.

Haftungsausschluss und Risikowarnung: Die in diesem Artikel bereitgestellten Informationen dienen nur Bildungs- und Informationszwecken und basieren auf der Meinung des Autors. Sie stellen keine Finanz-, Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar. Kryptowährungsassets sind hochvolatil und unterliegen hohen Risiken, einschließlich des Risikos, Ihre gesamte oder einen erheblichen Teil Ihrer Investition zu verlieren. Der Handel oder das Halten von Krypto-Assets ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind ausschließlich die des Autors/der Autoren und repräsentieren nicht die offizielle Politik oder Position von Yellow, seinen Gründern oder seinen Führungskräften. Führen Sie immer Ihre eigenen gründlichen Recherchen (D.Y.O.R.) durch und konsultieren Sie einen lizenzierten Finanzprofi, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen.
IBM setzt nach 25%-Kurssturz auf OpenAI GPT‑5.6 | Yellow