Intesa Sanpaolo hat im zweiten Quartal eine Position von 966,4 Mio. US‑Dollar in SpaceX aufgebaut und gleichzeitig ihr Engagement im BlackRock-Bitcoin-ETF (BTC) um 94 % reduziert. Das geht aus einer Meldung zum zweiten Quartal hervor.
Zentrale Punkte:
- Intesa hielt zum 30. Juni 5,66 Mio. SpaceX-Aktien im Wert von 966,4 Mio. US‑Dollar.
- Die IBIT-Stammaktienposition sank von 646.809 auf 40.723 Anteile; parallel wurden Put-Optionen auf 500.000 IBIT-Anteile aufgebaut.
- Im Bestand verblieben 3,47 Mio. ARKB-Anteile – der Ausstieg aus Bitcoin-gebundenen Produkten ist damit nicht vollständig.
Intesas Wette auf SpaceX
Die SEC-Meldung weist zum Quartalsende 5.656.200 SpaceX-Aktien im Wert von 966,42 Mio. US‑Dollar aus – damit ist der Raumfahrtkonzern Intesas größte offen gelegte US-Position. Laut Berechnungen entspricht das rund einem Drittel des gesamten US-Portfolios von 2,92 Mrd. US‑Dollar.
SpaceX ist am 12. Juni an die Börse gegangen und hatte in eigenen Unterlagen 18.712 Bitcoin in der Bilanz ausgewiesen. Damit erhält Intesa einen indirekten Kryptohebel, obwohl die Bank ein direktes ETF-Engagement zurückfährt.
Auch andere Großinvestoren melden hohe SpaceX-Beteiligungen. Harvard Management Company gab den Besitz von 12,94 Mio. Aktien im Wert von rund 2,21 Mrd. US‑Dollar an – ebenfalls die größte Einzelposition in den US-Portfolios. Die University of California berichtete über weitere 6 Mio. Anteile mit einem Wert von rund 1,03 Mrd. US‑Dollar.
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Umschichtung im Bitcoin-ETF
In Teilen des Krypto-Engagements schlug Intesa hingegen den entgegengesetzten Kurs ein. Der Bestand am iShares Bitcoin Trust (IBIT) schrumpfte von 646.809 Anteilen im ersten Quartal auf nur noch 40.723 per 30. Juni; das Call-Exposure auf IBIT wurde von 2,50 Mio. auf 18.000 Anteile zurückgefahren.
Unverändert hielt die Bank 3,47 Mio. Anteile am ARK 21Shares Bitcoin ETF, zum Quartalsende bewertet mit 67,63 Mio. US‑Dollar. Ein vollständiger Rückzug aus Bitcoin-gebundenen Fonds fand also nicht statt. Fabio Panetta, Gouverneur der Banca d’Italia, hatte 2025 gewarnt, die zunehmende Verflechtung mit Krypto könne für Banken Reputationsrisiken bergen, falls Kundinnen und Kunden digitale Vermögenswerte mit klassischen Bankprodukten verwechseln.
Intesas Kryptoaktivitäten reichen weiter zurück als die aktuelle Meldung. Bereits im Januar 2025 bezeichnete CEO Carlo Messina den ersten Eigenhandelskauf von 11 Bitcoin – damals rund 1 Mio. Euro schwer – als Testlauf, um sich auf potenzielle Nachfrage institutionell geprägter Kundschaft vorzubereiten. Die Bank hatte 2023 einen eigenen Handelsdesk für digitale Vermögenswerte aufgebaut und im Folgejahr mit dem Handel von Spot-Kryptowährungen begonnen.
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