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Italienische Steuerfahnder sprengen Krypto-Steuerring über 500.000 € – Blockchain war der Zeuge

Italienische Steuerfahnder sprengen Krypto-Steuerring über 500.000 € – Blockchain war der Zeuge

Die Guardia di Finanza in Italien hat einen Steuerhinterziehungsfall im Umfang von 500.000 € aufgedeckt, der mit nicht deklarierten Beständen an Bitcoin und Ethereum (ETH) sowie einer versteckten Kryptowährungs-Mining-Anlage verbunden ist.

Sechs Personen in vier italienischen Regionen sehen sich nun Steuernachforderungen sowie zusätzlichen Verwaltungssanktionen oberhalb der ursprünglichen Steuerschuld gegenüber.

Der Fall nahm seinen Anfang bei einem einzelnen Trader in Piacenza, dessen nicht deklarierte Mining-Einkünfte die Aufmerksamkeit der spezialisierten Blockchain-Analyse-Einheit in Rom erregten – und die Ermittler schließlich zu einem größeren Netzwerk nicht gemeldeter Wallets führten.

Was passiert ist

Die in Piacenza ansässige Guardia di Finanza verfolgte gemeinsam mit dem Nucleo Speciale Tutela Privacy e Frodi Tecnologiche in Rom mithilfe spezialisierter Blockchain-Analyse-Software Transaktionen über sechs digitale Wallets nach. Die Ermittler bestätigten die Eigentumsverhältnisse der Wallets und brachten sie mit sechs Personen in Verbindung, die in Emilia-Romagna, Latium, den Marken und Sizilien wohnen.

Die Beamten entdeckten ein Firmenlager, das zu einem vollwertigen Mining-Betrieb umfunktioniert worden war, mit einem speziell aufgebauten Rig, das rund um die Uhr lief, sowie mehreren Hochleistungs-GPUs.

Mehrere digitale Wallets mit Vermögenswerten von nicht offengelegter, aber als „beträchtlich“ bezeichneter Höhe wurden vor Ort beschlagnahmt.

Keiner der sechs Betroffenen hatte seine im Ausland gehaltenen Kryptowährungsbestände gemeldet, wie es die italienischen Vorschriften zur steuerlichen Überwachung verlangen. Auch die aus dem Verkauf geminter Kryptowährungen erzielten Kapitalgewinne – in Italien einer Ersatzsteuer unterliegend – waren nicht angegeben worden.

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Warum das wichtig ist

Der Fall verdeutlicht ein Muster, auf das die italienischen Behörden gezielt abzielen: Trader, die das öffentliche, aber pseudonyme Hauptbuch der Blockchain als Schutzschild gegen Steuerpflichten betrachten.

Diese Annahme ist zunehmend falsch. Die Spezialeinheit in Rom rekonstruiert routinemäßig Transaktionshistorien und stellt die rechtliche Eigentümerschaft mit ausreichender Sicherheit fest, um formelle Steuerprüfungen einzuleiten.

Italien hat seinen steuerlichen Rahmen für Kryptowährungen in den letzten Jahren verschärft. Einwohner müssen im Ausland gehaltene digitale Vermögenswerte melden, und erzielte Kapitalgewinne werden entsprechend besteuert.

Die Guardia di Finanza bezeichnete den Einsatz als Teil einer breiteren Offensive gegen Steuerhinterziehung in der digitalen Wirtschaft – einem Sektor, den sie als mit „erhöhten steuerlichen Risikoprofilen“ behaftet beschreibt, bedingt durch den Einsatz technologisch fortschrittlicher Instrumente.

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