Jordan Spieth hat seine Teilnahme am mit 8,8 Millionen Dollar dotierten 3M Open im TPC Twin Cities kurzfristig zurückgezogen – das Feld, das Händler an Prognosemärkten bepreisen, muss damit ohne ihn auskommen.
Wichtigste Punkte:
- Spieth wurde in der am 17. Juli veröffentlichten Startliste als spätnachträglicher Rückzug geführt, ohne offizielle Begründung.
- Scottie Scheffler sagte am Mittwoch, Spieth habe sich nach neun Starts in elf Wochen vermutlich eine Pause verdient.
- Das Turnier in Blaine, Minnesota, zahlt dem Sieger 1.584.000 Dollar – nun ohne einen der populärsten Spieler der Tour.
Spieth-Absage entzieht Blaine einen Aushängeschild-Namen
Das Turnier hat Spieth am Freitagabend als späten Rückzug geführt – rund zehn Tage, nachdem seine Zusage über die eigenen Social-Media-Kanäle verkündet worden war. Diese Postings wurden inzwischen wieder gelöscht. Eine öffentliche Erklärung für den Kurswechsel blieb aus, und auch Spieth selbst äußerte sich bislang nicht.
Beim Open Championship in Royal Birkdale war Spieth in der Woche zuvor am Cut gescheitert. Nach zwei Runden lag er zehn Schläge über Par. Er ist bereits der zweite Zugpferd-Name, der von der Meldeliste in Blaine verschwindet: Zuvor hatte der neue Open-Champion Ryan Fox nach seinem Sieg in England am Montag zurückgezogen.
Scottie Scheffler, die Nummer eins der Welt, erklärte am Mittwoch in Blaine, sein texanischer Landsmann habe sich nach neun Turnierstarts in elf Wochen wohl eine Auszeit daheim verdient. Die beiden hätten seit dem Ende der Open nicht mehr miteinander gesprochen. Der Amerikaner bezeichnete den Profisport als „mehr Schleifstein als alles andere“ – der mentale Verschleiß wiege dabei schwerer als die physische Belastung.
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Kalshi und Polymarket handeln Kontrakte zum 3M Open
Kalshi führt eine eigene Kategorie zum 3M Open, in der Anleger Kontrakte auf den späteren Champion kaufen und verkaufen – und damit nicht an feste Quoten klassischer Buchmacher gebunden sind. Polymarket bietet seinen Nutzern dasselbe Marktsegment „Turniersieger 3M Open“ an – flankiert von traditionellen Wettquoten.
Auf beiden Plattformen werden Kontrakte bei Eintritt des Ereignisses zu einem Dollar und bei Nicht-Eintritt zu null abgerechnet. Der jeweils gehandelte Preis entspricht damit direkt der impliziten Wahrscheinlichkeit. Golf-Märkte gehen üblicherweise am Montag vor Turnierstart in den Handel. Spieth tauchte in dieser Woche gar nicht erst auf den Orderbüchern auf, weil sein Name bereits zuvor aus der Meldeliste verschwunden war.
Spieth jagt die Top 50 im FedEx Cup
Das Preisgeld garantiert dem Sieger 1.584.000 Dollar, dazu 500 FedEx-Cup-Punkte und eine zweijährige Spielberechtigung auf der Tour. Titelverteidiger Kurt Kitayama kehrt nach Blaine zurück und jagt ein Kunststück, das seit der Aufnahme des Turniers in den PGA-Tour-Kalender 2019 noch niemand geschafft hat: die erfolgreiche Titelverteidigung.
Spieth hat in dieser Saison bereits 19 Turniere bestritten – ebenso viele wie im gesamten Vorjahr. Den dicht getakteten Spielplan legte er auf, um in die Top 50 der FedEx-Cup-Wertung vorzurücken. Aktuell rangiert er auf Platz 55, bei noch zwei regulären Saisonstarts nach Blaine. In der Saison 2026 hat er bislang verbucht – ohne einen einzigen Top-10-Platz – acht Top-25-Ergebnisse. Sein bestes Resultat in fünf Majors-Starts ist ein geteiltes 56. Rang beim U.S. Open.
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