Händler auf der Prognoseplattform Kalshi bewerten die Wahrscheinlichkeit mit 69 %, dass Bitcoin (BTC) auf $50.000 fällt, bevor er wieder auf $100.000 steigt.
Zentrale Punkte:
- Auf Kalshis Prognosemarkt wird eine 69%ige Wahrscheinlichkeit bepreist, dass Bitcoin $50.000 erreicht, bevor er $100.000 erreicht.
- Die Kennzahl spiegelt die Positionierung der Händler auf der Plattform wider, nicht eine bestätigte Prognose.
- Die bärische Tendenz steht im Konflikt mit Zyklus-Tief-Aufrufen von Investoren wie Anthony Scaramucci.
Kalshi-Bitcoin-Wetten werden bärisch
Eine Marktübersicht von Kalshi Crypto zeigte, dass Händler eine 69%ige Chance sehen, dass Bitcoin zuerst die niedrigere Marke berührt – eine defensive Einschätzung, wohin sich die Coin als Nächstes bewegt. Der Kontrakt gehört zu den regulierten Bitcoin-Preismärkten der Plattform, auf denen Käufer echtes Geld darauf setzen, welche Schwelle zuerst erreicht wird – eine Frage der Reihenfolge statt eines langfristigen Kursziels.
Diese Spaltung rahmt die gesamte Debatte.
Ein Rückgang auf $50.000 würde zu strafferen makroökonomischen Bedingungen, schwächerer ETF-Nachfrage oder einer neuen Welle von Risikoaversion über Krypto und Aktien hinweg passen. Ein Lauf auf $100.000 würde das Gegenteil bedeuten: tiefere Liquidität, erneute institutionelle Käufe und jene reflexartige Aufwärtsdynamik, auf die Bullen seit Monaten warten. Die Quoten sind jedoch weder eine Analystenprognose noch ein Modell-Ergebnis und können sich innerhalb von Stunden zurücksetzen, wenn sich Spotpreis und Positionierung verschieben.
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Scaramucci kontert mit Bodenszenario
Die bärische Bepreisung steht einer lauteren bullischen These eines prominenten Investors gegenüber. SkyBridge-Capital-Gründer Anthony Scaramucci argumentiert, dass nachlassendes Privatanlegerinteresse, schwache Suchanfragen und ein überverkaufter RSI ein klassisches Zyklus-Tief markieren statt einen strukturell beschädigten Markt.
Er hält über 70 % seines Nettovermögens in dem Asset, bezeichnet den Rückgang als gewöhnliche Korrektur und hält ein langfristiges Kursziel von 1 Million Dollar aufrecht.
Beide Lager lesen denselben Markt und kommen zu gegensätzlichen Schlüssen: Das eine fokussiert sich auf Abwärtsrisiken, das andere auf Käuferapathie. In dünnen, trägen Märkten können schon kleine Nachfrageschocks starke Bewegungen auslösen, da nur wenige Händler auf Aufwärtsbewegungen positioniert sind. Scaramucci betrachtet diese Apathie als Akkumulations-Treibstoff für den nächsten Aufwärtsschwung. Er verknüpft das Muster mit dem Vierjahreszyklus von Bitcoin, der diesmal durch stetige ETF-Zuflüsse abgefedert werde, und datiert die Rallye auf Ende 2026 oder Anfang 2027.
Bitcoin wurde Mitte Juni nach mehreren Verlusttagen nahe $63.800 gehandelt, wobei sein wöchentlicher RSI in Richtung der überverkauften Zone unter 30 rutschte. Die Coin notierte zuletzt im sechsstelligen Bereich vor einer Umkehr im Herbst und liegt nun deutlich unter dem Rekord von über $125.000 im Oktober – ein Rückgang von knapp 50 %, der flacher ausfällt als die Rückgänge von 60 % bis 70 % früherer Zyklen.
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