KI-Blasenängste brechen aus, während SpaceX einem Rekord-Börsengang über 75 Mrd. $ entgegenrast

KI-Blasenängste brechen aus, während SpaceX einem Rekord-Börsengang über 75 Mrd. $ entgegenrast

Ängste vor einer KI-Blase verbreiteten sich am Mittwoch an den globalen Märkten – an demselben Tag, an dem SpaceX Schritte unternahm, um history's largest stock-market debut zu bepreisen, einen Mittelzufluss von rund 75 Milliarden Dollar.

Zentrale Punkte:

  • Softwareaktien haben seit Ende 2025 fast 2 Billionen Dollar verloren; Händler nennen den Absturz die „SaaSpokalypse“.
  • SpaceX soll ab 12. Juni an der Nasdaq zu 135 Dollar je Aktie gehandelt werden und damit rund 75 Milliarden Dollar einnehmen.
  • Senatorin Elizabeth Warren brachte einen Gesetzentwurf ein, der Banken zwingt, ihre Risiken gegenüber KI-Unternehmen offenzulegen.

Softwareaktien führen den Rückzug an

Die Wall Street hat 2026 einen anhaltenden Ausverkauf im Softwaresektor erlebt, den Händler bei Jefferies „SaaSpokalypse“ getauft haben. Schätzungen zufolge hat die Talfahrt seit dem Hoch Ende 2025 erased fast 2 Billionen Dollar vom S&P-Softwareindex ausgelöscht.

Die Sorge ist konkret.

Anleger befürchten, dass KI-Agenten, die die Arbeit ganzer Vertriebsteams übernehmen können, dazu führen werden, dass Unternehmen deutlich weniger Softwarelizenzen benötigen – und damit das Pro-Sitzplatz-Modell schwächen, auf dem die Branche aufgebaut ist.

Apollo hat diese Sorge in konkrete Politik übersetzt, prüft Deals systematisch auf KI-Verdrängungsrisiken und hält überhaupt keine Softwaretitel im Private-Equity-Portfolio. Die Firma hält Software unter 2 % ihrer Vermögenswerte und verweist auf einen Sektor, der sich von einem Zehntel des Buyout-Volumens auf etwa 40 % auf seinem Höhepunkt aufgebläht hatte.

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Warren und KKR warnen vor systemischen Risiken

An den Börsen in Hongkong und Festlandchina gaben die Kurse am Mittwoch nach, wobei Technologiewerte zu den größten Verlierern zählten. In Washington hat Senatorin Elizabeth Warren einen Gesetzentwurf introduced, der Banken zwingen würde, ihre Risiken gegenüber Chipherstellern, Rechenzentren und Hyperscalern offenzulegen.

Der Alarm hat inzwischen auch die Reihen der Wall Street selbst erreicht.

Henry McVey, Chef-Makrostratege bei KKR, schlug einen ähnlichen Ton an. Er sagte Kunden, der Boom sei real, werde die Wirtschaft aber extremer machen als alles, was seit der industriellen Revolution der 1870er-Jahre zu beobachten war.

Die Infrastruktur-Ausgaben der Hyperscaler nähern sich in diesem Jahr 660 Milliarden Dollar – dem größten Investitionsprogramm von Unternehmen außerhalb von Kriegszeiten – und werden zunehmend durch Schulden finanziert.

SpaceX steht im Zentrum dieses Stresstests. Das Unternehmen soll am 12. Juni unter dem Tickersymbol SPCX an der Nasdaq debut, nachdem die Aktien zu 135 Dollar pricing festgesetzt wurden, um etwa 75 Milliarden Dollar einzunehmen.

Dieser Börsengang krönt eine zweijährige Phase, in der KI-Optimismus die globalen Indizes auf Rekordstände getrieben und das zyklisch bereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis des Marktes auf fast 38 gehoben hat – über das Niveau der Dotcom-Blase. SpaceX verkauft zwar Raketen und keine KI, doch sein Börsendebüt – zusammen mit den Angeboten von OpenAI und Anthropic, die sich lining dahinter einreihen – wird als Referendum gelesen werden, ob die Anleger noch an die Story glauben.

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