Angreifer missbrauchen eine bereits von Apple geschlossene Schwachstelle in der macOS-Bildschirmfreigabe, um Root-Rechte zu erlangen und Monero-(XMR)-Miner zu installieren – während ein KI-Agent funktionsfähige Exploits in nur vier Stunden gebaut hat.
Zentrale Punkte:
- Angreifer nutzen CVE-2026-65400 auf exponierten Macs, um Root-Zugriff zu erhalten und Monero-Miner zu installieren.
- Calif berichtet, ein KI-Agent habe binnen vier Stunden funktionierende Exploits für zwei Pre-Auth-Root-Bugs erzeugt.
- Apple hat die Lücke geschlossen, doch niederländische und US-Behörden bewerten ihre Schwere im CVSS deutlich unterschiedlich.
Monero-Exploit auf macOS
Das niederländische National Cyber Security Center teilte am 12. August mit, es habe Meldungen über aktive Ausnutzung von CVE-2026-65400 auf Macs erhalten, die Port 5900 ins Internet exponieren. Alle bestätigten Fälle folgten demselben Muster.
Demnach wurde „Root-Zugriff erlangt“ und „ein Monero-Kryptominer installiert“. Apple führt die Schwachstelle auf ein Authentifizierungsproblem zurück, das durch verbessertes Zustandsmanagement in macOS Tahoe 26.6.1, Sequoia 15.7.9 und Sonoma 14.8.9 behoben wurde.
Sicherheitsforscher osxreverser identifizierte rund 40.000 Hosts mit aktiver Bildschirmfreigabe, die aus dem Internet erreichbar sind – fast die Hälfte davon in den USA, viele über Heimanschlüsse. Wie viele Macs tatsächlich kompromittiert wurden, ist unklar. Bis ein Patch eingespielt ist, sollten Nutzer die Bildschirmfreigabe deaktivieren oder Port 5900 blockieren.
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KI-Exploit von Calif
Calif hat Apples außerplanmäßiges Update rückentwickelt und einen KI-Agenten eingesetzt, um funktionierende Exploits für zwei separate Pre-Auth-Remote-Root-Schwachstellen zu generieren. Der gesamte Prozess dauerte vier Stunden. Das Unternehmen hält technische Details zu CVE-2026-65400 bewusst zurück, bis der Großteil der Macs aktualisiert ist – die Erstellung des Exploits sei zu einfach gewesen.
Ars Technica weist darauf hin, dass Root-Zugriff ebenso zum Diebstahl von Zugangsdaten wie für Mining-Aktivitäten genutzt werden könnte. Öffentliche Belege für einen Missbrauch jenseits von Kryptomining liegen bislang nicht vor.
Das niederländische Cyber-Sicherheitszentrum stuft CVE-2026-65400 nach CVSS v3 mit 7,1 ein, während die US-Behörde CISA im Rahmen des Anreicherungsprogramms für die National Vulnerability Database einen Score von 9,8 vergibt – eine Diskrepanz von 2,7 Punkten zwischen den nationalen Einstufungen.
NIST hat bisher keine eigene Bewertung veröffentlicht, und eine anderswo genannte 9,6er-Einstufung deckt sich nicht mit den zitierten offiziellen Quellen.
Apple veröffentlichte seine Sicherheitsmeldung am 6. August und nennt Alfredo Pesoli von Bynario als Entdecker. Die niederländische Behörde warnte erstmals am 7. August und aktualisierte ihre Meldung am 12. August, nachdem ein Proof of Concept öffentlich geworden war und aktive Angriffe bestätigt wurden. Vom öffentlichen Patch bis zum nachgewiesenen Missbrauch vergingen damit sechs Tage.
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