Microsoft (MSFT) ist kräftig gestiegen, nachdem das Wachstum von Azure auf 43 % anzog – der bislang deutlichste Beleg dafür, dass sich die rekordhohen Investitionen des Konzerns in KI-Infrastruktur auszahlen.
Wichtigste Fakten:
- Azure-Umsatz steigt um 43 %, das stärkste Wachstum seit vier Jahren.
- Quartals-Capex klettern um 70 % auf 41 Mrd. US-Dollar.
- Microsoft stellt für das nächste Quartal ein Azure-Wachstum von rund 45 % in Aussicht.
Wachstum bei Microsoft Azure
Microsoft meldete für das jüngste Quartal ein Plus von 43 % bei Azure und übertraf damit die Wall-Street-Erwartung von rund 40 %. Die Nachfrage nach Cloud- und KI-Diensten blieb damit höher als die verfügbare Rechenkapazität.
Damit übersprang der Konzern eine von Analysten eng beobachtete Marke.
Der Quartalsumsatz legte um 18 % auf 90 Mrd. US-Dollar zu und lag damit über den von Analysten erwarteten 87,7 Mrd. US-Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 4,74 US-Dollar nach einer Prognose von 4,25 US-Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 40,6 Mrd. US-Dollar, wie aus Unterlagen hervorgeht, die von Yahoo Finance ausgewertet wurden.
Die stärkeren Zahlen kamen, obwohl die Investitionsausgaben für Rechenzentren und Hardware um 70 % auf 41 Mrd. US-Dollar hochschnellten. Das lag zwar leicht unter den Erwartungen, markierte aber dennoch einen Quartalsrekord. Der hohe Kapitaleinsatz bleibt der zentrale Risikofaktor. Finanzchefin Amy Hood sagte: „Wo wir Effizienzgewinne erzielen, werden sie im Quartal rasch monetarisiert.“
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Renditen aus Microsofts KI-Offensive
Die Marktreaktion zeigt, dass Anleger Microsofts Ausgaben anders bewerten als die jüngste Expansion von Alphabet, nach der der Aktienkurs trotz eines Umsatzzuwachses von 82 % bei Google Cloud um 7 % nachgab.
Disziplin bei den Investitionen spielte eine zentrale Rolle.
Die Microsoft-Aktie stieg am Donnerstag zeitweise um bis zu 16 % und steuerte damit auf den stärksten Handelstag seit Oktober 2008 zu, nachdem sie im nachbörslichen Handel zunächst rund 9 % zugelegt hatte. Der Konzern stellte gleichzeitig ein Azure-Wachstum von etwa 45 % im kommenden Quartal in Aussicht – obwohl die Investitionsausgaben voraussichtlich auf mehr als 50 Mrd. US-Dollar steigen werden. Die Prognose signalisiert, dass die neue Kapazität zügig ausgelastet wird, anstatt ungenutzt zu bleiben.
Microsoft hatte seine Investitionen in Rechenzentren bereits über mehrere Quartale hinweg erhöht, weil begrenzte Kapazitäten das Azure-Wachstum bremsten. Investoren fragten sich, ob der Umsatz Schritt halten kann. Das jetzt vorgelegte Quartal markiert die erste deutliche Beschleunigung seit vier Jahren – und verlagert den Fokus vom Umfang der Investitionen auf die Geschwindigkeit der Monetarisierung.
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